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von PierrotLeFou

Vor 50 Jahren: Russ Meyers später Kult-Klassiker

Stichwörter: 1970er Jubiläum Klassiker Komödie Kriminalfilm Meyer Napier Sex Spielfilm USA


Supervixens (1975)
Bis hin zu "Cherry, Harry & Raquel!" (1969) hatte Russ Meyer über eine Dekade hinweg seine eigene Ästhetik ausgebaut und verfeinert, vom frühen "The Immoral Mr. Teas" (1959) an, wobei es erst mit "Lorna" (1964), Meyers Sprung vom nudie zum roughie, gelungen war, eine Spielfilmhandlung mit dem Oberweitenfetisch zu verknüpfen. Der stärker genrefilmverhaftete "Motor Psycho" (1965) und der wieder mehr zu früheren, episodischen, dokumentarisch anmutenden Arbeiten zurückkehrende "Mondo Topless" (1966) fielen dabei nochmals ein wenig aus der Reihe, deren Spannbreite von einem seriös anmutenden Drama wie "Mudhoney" (1965) bis hin zu einer Klamotte wie "Common Law Cabin" (1968) reichte. Elf Filme kommen von 1964 bis 1969 heraus, die allesamt die Handschrift des womöglich populärsten Fetischisten der Filmwelt tragen. Wobei nicht allein der Fetisch den Filmen ihren Wiedererkennungswert verleiht, sondern auch eine relative flotte Inszenierung, die mit schrägen Perspektiven und ordentlichen Schnittfrequenzen das Geschehen bannt, in dem auch Modeerscheinungen, darunter Bikinis, Transistorradios und Automobile zum Meyer-Feeling beitragen, derweil die Filme nicht einfach nur sexistische Erotik-Streifen sind, sondern durchaus auch progressives Potential entfalten, das mitunter gegen die Sexismen und Rassismen der Entstehungszeit aufbegehrt. Weder der satirische, von einem großen Studio – von 20th Century Fox – finanzierte Meta-Film "Beyond the Valley of the Dolls" (1969), der zumindest noch seine schrillen Momente hat, noch der folgende 20th Century Fox-Streifen "The Seven Minutes" (1971) oder das Revolutions-Drama "Black Snake" (1973) haben dann zu Beginn der 70er Jahre das Meyer-Feeling adäquat fortgeführt. Erst mit dem am 2. April 1975 uraufgeführten "Supervixens" kehrte Meyer wieder zu seiner eigenen Handschrift zurück, die nun mit noch mehr Tempo und Sensationen brilliert. Charles Napier spielt in dem Streifen einen psychpathischen Cop, der seine Gespielin in Rage in der Badewanne massakriert und ihrem Partner die Tat in die Schuhe zu schieben gedenkt. Dieser ergreift die Flucht, bis es nach etlichen Abenteuern und Episoden zum explosiven Showdown kommt.
Das Review von McKenzie verschafft einen guten Eindruck von Inhalt und Witz dieses späten Meyer-Highlights…



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