The Reincarnation of Peter Proud (1975)
Mit "Cape Fear" (1962) und "Eye of the Devil" (1966) hatte J. Lee Thompson in der Hochphase seiner Karriere für Thrill und Horror gesorgt; in der Spätphase dann nochmals, weniger erfolgreich, mit "The White Buffalo" (1977) und "Happy Birthday to Me" (1981), einem der wenigen 80er-Jahre-Slasher-Filme von einem bekannten Hollywood-Routinier. Dazwischen liegt der vergleichsweise vergessene, am 25. April 1975 uraufgeführte "The Reincarnation of Peter Proud" (1975). Unaufgeregt und gelassen, durchsetzt allerdings mit manchen Modeerscheinungen des populären Hollywoodsfilms, bietet Thompson hier die schon im Titel verratene Wiedergeburtsgeschichte dar, die sich rund um Michael Sarrazin, Jennifer O'Neill und Margot Kidder entfaltet. Der Schriftsteller und Drehbuchautor Max Ehrlich adaptierte hier in seiner letzten Filmarbeit seinen eigenen Roman, der im Vorjahr (und hierzulande als "Der Mann der zweimal lebte" im Jahr 1976) erschienen war. "The Reincarnation of Peter Proud" ist weit davon entfernt, ein Meisterwerk zu sein, aber hier vereint Thompson Tragik, Mystery und Thrill sowie eine recht junge Strömung des modernen Horrorfilms in einer unaufdringlichen, aber stets voll und ganz routinierten Form. Eine ansprechende Heimkino-Version steht (zumindest) hierzulande noch aus, aber auf YouTube etc. ist der Film seit Jahren immer wieder mal zu finden.
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