Glomdalsbruden (1926)
Am 1. Januar 1926 kam Carl Theodors Verfilmung zweier Erzählungen Jacob Breda Bulls heraus: eine hauptsächliche norwegische (und zugleich schwedische) Produktion des fänischen Filmemachers, der mit seinem folgenden Film "La passion de Jeanne d'Arc" (1928) einen der großen Marksteine in der Filmgeschichte hinlegen sollte und danach, konzentriert man sich auf seine Langfilme, ausschließlich erstklassige Arbeiten ablieferte. "Glomdalsbruden" ist dagegen ein eher kleiner Film geworden, ein Schnellschuss in gewisser Weise, der hinsichtlich von Bekanntheit und Bedeutung wieder hinter die vorangegangenen zwei Filme zurückfällt. Die Liebes- und Eifersuchtsgeschichte, bei der der soziale Status, Besitztümer und auch das Prestige einer geschlossenen geplanten Ehe große Rollen spielen, kannte man im Grunde bereits aus anderen, insbesondere schwedischen, Stummfilmen und Dreyer fügt dieser etwas konventionellen Handlung in einer voll und ganz routinierten Inszenierung bloß noch bezaubernde Landschaftsaufnahmen und ein aufsehenerregendes Finale hinzu, das allerdings Dreyers heute bekannter Handschrift eher entgegensteht. Zumindest für Stummfilm-Fans ist "Glomdalsbruden" damit ein durchaus ausgesprochen sehenswerter Film geworden, wenngleich er in der Hierarchie der Dreyer-Filme auf einem der untersten Plätze landen dürfte.
Bei Det Danske Filminstitut liegt "Glomdalsbruden" seit gut 15 Jahren auf DVD vor: Fassungseintrag von Hank Quinlan 1958
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