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von PierrotLeFou

Vor 50 & vor 25 Jahren: Carlos Saura – Top und Flop

Stichwörter: 1970er 2000er Abenteuer Chaplin Deutschland Drama Fantasy Jubiläum Klassiker Komödie Mexiko Saura Spanien Spielfilm Torrent


Cría cuervos (1976) & Buñuel y la mesa del rey Salomón (2001)
Am 26. Januar 1976 uraufgeführt, entwickelte sich Carlos Sauras "Cría cuervos" schnell zu einem seiner bedeutendsten Filmen. Die Mitwirkung von Kinderstar Ana Torrent ("El espíritu de la colmena" (1973)) und Geraldine Chaplin mag dazu beigetragen haben, aber vor allem ist die kraftvolle Wucht, mit der Saura – der diesmal ganz allein das Drehbuch für seinen Film verfasste – den kindlichen Blick auf die späte franquistische Gesellschaft inszenierte, gerahmt von zukünftigen Erinnerungen des erwachsen gewordenen Kindes, das in den 90er-Jahren die eigene Kindheit reflektieren wird; und nebenbei weckt der Film, in dem Chaplin gleich zwei Rollen spielt, ein Gespür für die Rolle der Frauen in Francos Spanien.
Mehr zum Inhalt verrät die Inhaltsangabe von PierrotLeFou
Der ein Vierteljahrhundert später entstandene "Buñuel y la mesa del rey Salomón" (2001) entwickelte sich dagegen fast sofort zu einem der Tiefpunkte in Carlos Sauras Filmografie: Der gewöhnungsbedürftige Humor, der mit schwachen trickeffekten auf Blockbuster schielt und zugleich auch karikaturhafte Überzeichnungen bedient, die vereinzelt mit Vorbildern aus dem frühen Franquismus verglichen worden sind, traf nicht nur kaum den Geschmack von Kritik und/oder Publikum, sondern wurde mitunter heftig attackiert.



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