Bemerkungen:
Auf zwei Rollen erschienen, jeweils ca. 120 Meter.
Bestell-Nrn.: 66-210 und 66-211. Wahlweise als Ton- oder Stummfilm zu bekommen.
Für das Cover der ersten Rolle hat man ein ein Motiv aus dem Fotosatz zu "Django - den Colt an der Kehle" benutzt; für das andere Cover musste offensichtlich das Kinoposter von "Django kennt kein Erbarmen" herhalten.
Leider blieb das Label Rex-Film auch hier seiner Geschäftspolitik treu, grundsätzlich keine Mehrteiler chronologisch zu veröffentlichen . Es handelt sich also nicht um Fortsetzungen, sondern es wurden zwei eigenständige Handlungen aus der Urfassung erstellt.
So wurde der Showdown zweigeteilt! Die Hälfte der Banditen stirbt auf Rolle 1, die andere auf Rolle 2. Besonders dämlich wirkt dabei, daß der "Jeff"-Charakter, den Livio Lorenzon verkörpert, am Ende der ersten Rolle einfach aus der Handlung verschwindet. Denn auch in den Kurzfassungen spielt dieser Mann alle anderen - einschließlich Cameron Mitchell - locker an die Wand. Die erste Rolle (Banditen) ist sowieso verunglückt. Eine glaubhafte Dramaturgie ist nicht auszumachen.
Insbesondere als Stummfilmfassung völlig ungeeignet.
Hätte es hier ein Indizierungsverfahren gegeben, dann würde die BPjM wohl ausnahmsweise einmal zutreffend von einer "Aneinanderreihung von Szenen" gesprochen haben.
Die zweite Rolle (Gold) dreht sich praktisch ausschließlich um den Überfall auf den Goldtransport und ist auch für Leute, die den Film nicht in voller Länge kennen, handlungsmäßig nachvollziehbar.
Außer für Sammler, die die Rollen sowieso nur ungesehen in den Schrank stellen, nur zu empfehlen, wenn man viel Zeit, eine gute Klebepresse und ca. 30 Spezialklebestreifen zur Verfügung hat, um den Film in den Originalzustand zu bringen. Für knapp 40 Minuten ist er dann nämlich sehr gut hinbekommen worden, und die Qualität ist Welten entfernt von der miesen deutschen Mawa-DVD.
Man vermißt nur den Tod des Bankiers, der von Paolo Solvay aka Luigi Batzella dargestellt wird.