Auf einer Insel forschen Wissenschaftler an einem Serum, dass die Menschheit verändern soll. Mit ihren alchimistischen Experimenten wollen sie Krankheiten und den Tod besiegen, doch einiges läuft schief. Zwanzig Jahre später betreten nichtsahnend verschiedene Gruppen die Insel, auf der "das Tor zur Hölle" geöffnet ist. Zum einen die vietnamerprobten Söldner mit "kaltem Bier und heißen Bräuten", die dort wegen einem mysteriösen Maschinenschaden anlanden. Zum anderen noch ein paar junge Pappnasen, die auf der Suche nach den einst verschollenen Wissenschaftlern sind. Die Story ist zwar simpel gestrickt, doch durch unvermittelte Zeit- und Ortssprünge blickt der Zuschauer erst in der zweiten Hälfte durch den Sinn des ganzen, sofern denn einer besteht. Scheinbar zusammenhangslos gibt es eingangs eine Voodoozeremonie mit Splattereinlage, während Unbekannte auf der Flucht vor Untoten durch den Wald rennen. Dabei plärrt ständig üble Musik aus den Boxen wie in einer schäbigen Rockdisco der 80er. Als sich die Söldnergruppe nach einer Zombieattacke in ein verlassenes Krankenhaus flüchtet, werden sie von immer mehr Untoten belagert. Jede Menge Schießereien, Prügeleien mit den teils sehr menschlich flink wirkenden Zombies sind die Folge, während andernorts mit der simplen Beschwörungsformel " A na to zombie" verweste Kreaturen erweckt wurden. Was soll's, da hilft es auch nicht mehr so richtig, wenn eine der nichtssagenden Darstellerinnen sich plötzlich an ihre Kindheit auf der Insel erinnert, verbarrikadieren und Feuer vor dem Haus sind angesagt. Ansonsten klaut man wenig von Romeros Klassikern, mit Fulcis "Zombie 3" hat dieser billig abgedrehte Schund auch nicht viel gemeinsam. Die Atmosphäre ist angesichts der bunten Discobeleuchtung oft albern, selten mit Nebel und verschleierten Zombies etwas annehmbar. Die richtige Trashgranate zum Schenkelklopfen ist das alles auch wieder nicht, sondern oftmals langweilig. Auch der Blutgehalt ist nicht mit Fulcis Werken zu vergleichen, abgesehen vom Finale mit ein wenig Latex-Splatter ist der Mittelteil recht unspektakulär anzusehen, die wenigen Beißszenen arten z.B. nie in Fressorgien mit Innereien aus. Ein bißchen Dämonenmaske mit grünem Schleim wie bei Bava und ein ein bißchen Voodoogestümper mit Satanistenkreuz auf der Stirn und nur selten muss mal ein Auge dran glauben, dann aber wie in fulcitypischer Umsetzung. Claudio Fragasso, seines Zeichens Regisseur uninteressanter B-Movies wie "Troll 2", drehte mit "Zombi 4 - After Death" den kläglichen Überrest einer imposanten Zombiewelle aus Italien, die schon längst vorbei war. Formal, inhaltlich und in der Umsetzung ein einziger Flickenteppich, Spannung gibt es leider keine.
Fazit: Trashiger, nur mäßig unterhaltender Zombienachzügler, ohne großes Ansehen innerhalb des Genres. 4/10 Punkten