Südamerika - ein Alptraum wird wahr. Es begann ganz harmlos. Sechs unternehmungslustige Teens wollen ihren Urlaub mit Spaß und Abenteuer verbringen, doch sie müssen sehr schnell die grausame Erfahrung machen, daß der legendäre Fluch über Cat Island blutige Realität ist: Das einst an der Pest verstorbene Inselvolk ist auferstanden - als menschenfressende Untote! Das tropische Paradies wird zum Grauen, die lebenden Toten beginnen ihre brutale Schlacht. Ihre auserwählten Opfer flüchten sich in eine versteckte Grotte. Was sie nicht ahnen können: Sie haben das Tor zur Hölle entdeckt...
Endlich mal wieder italienisches Zombiegeschmodder aus den guten alten 80ern. Diesmal versucht sich ein mir unbekannter Regisseur namens Claudio Fragasso an dem Genre. Wie üblich für diese Periode lag das Budget irgendwo zwischen einer lauwarmen Brotsuppe und einer Flasche Lambrusco, was man am besten an den, zwar nicht völlig schlechten, aber auch nicht übermäßig talentierten Schaustellern sieht. Die Sets (sind ja eigentlich nur zwei) wechseln munter von einer Höhle/Grotte/Gruft oder was auch immer das sein soll zum nächstbesten botanischen Garten, der unüberzeugend einen Dschungel spielt, in der Nähe Roms. Ein On-Location Dreh ist das jedenfalls nicht. Die Story ist mit unzusammenhängend bis konfus ausreichend beschrieben, zwei Gruppen rennen durch die Botanik und werden einer nach dem anderen zum Untotensnack, that´s all folks. Ein echter Brüller sind dafür die Zombies selber, ich hab mich ja mittlerweile an rennende Exemplare gewöhnt, aber was die Untotentruppe hier vollführt kriegt eine durchschnittliche Akrobatenfamilie aus dem Zirkus auch nicht besser hin, da wird gesprintet, gesprungen und auch Rückwärtssalti sind kein Problem mehr, ich wünschte ich wäre im Leben so sportlich, wie die nach dem ableben.
Was dafür positiv auffällt ist, das Zombi 4 ein angenehm hohes Tempo hat, da wird sich nicht großartig mit Charakterdarstellung oder aufgeblähten Liebesgeschichten aufgehalten, sondern es geht gleich los auf die 12, manchmal etwas unübersichtlich zwar, aber es passiert immer was. Zum anderen ist da der Score, der meist aus dem üblichen Synthie-Gedudel besteht (Goblin?), dafür ist der Titelsong ein echt guter End-80er Metalgassenhauer. Falls jemand weiß wer der Interpret ist, bitte sagen an mich, grazie mille.
Kurzfazit, im Rahmen der Filme die Bella Italia während dieser Epoche auf die Menschheit losgelassen hat, ist Zombi 4 zwar kein Highlight, aber ein ganz erträglicher Horrorfilm mit Trashambiente. Keine Konkurrenz für Romero und Konsorten, für zwischendurch aber locker mal goutierbar.
3/10