"Blade" ist einer der besten und coolsten Vampir-Filme der letzten zehn Jahre. Hier kann der Action-Fan ruhig das Gehirn im Kühlschrank abstellen und die knallharte Action genießen.
Blade (Wesley Snipes) ist halb Vampir, halb Mensch und hat die Stärken beider Welten und keine ihrer Schwächen. Gemeinsam mit seinem Mentor Whistler (Kris Kristofferson) macht er Jagd auf den jungen Vampir Deacon Frost (Stephen Dorff), der mit der Erweckung des Blutgottes La Magra die Weltherrschaft anstrebt. Unterstützung finden Blade und Whistler bei ihrem Kampf durch die Ärztin Karen Jones (N'Bushe Wright), die zuvor von Frosts Handlanger Quinn (Donal Logue) gebissen und dann von Blade gerettet wurde. Nach der Ermordung von Vampir-Boss Dragonetti (Udo Kier) steht Frost der Erweckung von La Magra nichts mehr im Wege... nur Blade!
Wesley Snipes (Demolition Man) ist die Idealbesetzung des schwarzen Vampir-Killers Blade. Ständig ist er cool wie ein Eisberg und wenn er mal Schmerzen hat, dann verfährt er ganz nach dem Motto "Ein Indianer kennt keinen Schmerz"! Stephen Dorff (Blood & Wine) verkörpert als Deacon Frost einen fantastischen Schurken, der trotz seiner untalentierten Handlanger meistens Herr der Lage ist. Kris Kristofferson (Payback) ist eine Figur, die in den Marvel-Comics nicht vorkommt und extra für den Film erfunden wurde. Ob er sich am Ende wirklich die Kugel gegeben hat, mag man wegen Teil 2 bezweifeln. Vielleicht wollte er ja den Krebs besiegen, indem er zum Vampir wird. Donal Logue (Keine Gnade für Dad) ist als Frosts Handlanger Quinn ein Part, mit dem man zufrieden sein kann. Der gebürtige Kölner Udo Kier (End of Days) übernimmt hier eine weitere Nebenrolle in einem Action-Streifen, auch wenn sein Part hier etwas größer ist als z.B. in "Johnny Mnemonic - Vernetzt".
So, kommen wir nun zu der Äktschen. Besser und stylischer kann ein Action-Film kaum sein. Es wird geballert, enthauptet, zerteilt, gepfählt und verbrannt, was das Zeug hält. Sowohl der Eröffnungskampf im Schlachthaus als auch Blades Endkampf gegen Deacon Frost und seine Leute kann mehr als überzeugen. In der gekürzten 16er-Fassung wurde aus unverständlichen Gründen sogar der gesamte Kampf von Blade gegen Frosts Soldaten im Finale rausgeschnitten, obwohl der nicht allzu brutal ist. Die Computereffekte im Film sehen nicht wirklich realistisch aus, was sie aber auch nicht müssen. So unterstreichen sie noch mehr den Comic-Charakter von "Blade".
Mit Sicherheit ist "Blade" neben "Terminator2", "Starship Troopers" und "From Dusk Till Dawn" einer der besten Action-Movies der 90er.