Review

---Achtung, dieses Review enthält bei der Angabe der Story zahlreiche Spoiler. Wer den Film noch nicht kennt, bitte diesen Teil oder das Review nicht lesen.---

Der Predator ist zurück, zwar ohne Arnie dafür aber mit Lethal Weapon Star Danny Glover. Jagdsaison in der Großstadt ist angesagt.

Story:
2 Jahre nachdem ein Predator im südamerikanischen Dschungel gewütet hat, taucht einer in L.A. auf. Dort ist grad Hochsommer und Polizisten liefern mit gegen Drogenbanden erbarmungslose Kämpfe. Mittendrin Sergeant Mike Harrigan (Danny Glover) mit seiner Truppe. Bei einem dieser Kämpfe schaut der Predator vorbei und metzelt eine Bande nieder. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Harrigan bekommt einen neuen Partner und ermittelt im Drogenfall, indes holt sich der Predator munter weiter neue Trophäen. Nachdem der Predator 2 Bandenchefs tötet sowie einen Freund Mikes, gerät dieser auf seine Spur und will ihn unschädlich machen. Leider gerät er einer Regierungseinheit in die Quere, die den Predator in einem Kühlhaus fangen will. Doch die Mission schlägt fehl und der Predator entkommt verletzt. Mike Harrigan verfolgt ihn und findet ihn in seinem Raumschiff. Nach einem kurzen Kampf ist der schwer angeschlagene Predator tot, ein paar andere Artverwandten kommen nehmen ihn mit, Mike rennt aus dem startenden Raumschiff und Ende.
Auf jeden Fall eine gute und erfrischende Idee, den Schauplatz komplett zu ändern und in die Stadt zu verlegen.
Sonderlich kompliziert ist sie an sich aber dann nicht. Ein simpler Plot, mit einer interessanten Idee (Regierungseinheit). Aber Actionfilme sind ja selten für ihre brillianten Storys bekannt..... Übrigens netter Gag, einen Schädels eines Aliens an die Trophäenwand des Predators zu packen :-)

Musik:
Nichts Nennenswertes, durchschnittliche instrumentale Musik, die sich nur zum Ende hin etwas bessert, als die Predatoren am Ende auftauchen. Hier und da erinnert das ein oder andere Stück an den ersten Teil.

Atmosphäre:
Also an den ersten Teil reicht er nicht heran. Das liegt aber daran, das der Predator nun in Terrain vordringt das man kennt. Im Dschungel war man fremd und kannte sich nicht aus. In der Stadt das Gegenteil. Die unheimliche und unüberschaubare, fremde Umgebung fehlt. Die Hauptcharaktere sind leider auch nicht so toll besetzt und man merkt das kein McTiernan Regie führte. Dennoch bietet der Film gute Action und Schiessereien.

Schauspieler:
Danny Glover versucht sich hier mal allein im Actiongenre,ist aber keineswegs so eine schillernde Figur wie Arnie im 1. Teil. Da fehlt ihm leider die Coolness und einfach die Ausstrahlung von Arnie. Vielleicht hat auch das Drehbuch nicht mehr hergegeben. Solide, aber mehr auch nicht.
Gary Busey spielt routiniert das aalglatte Arschloch, passt irgendwie zu ihm. Die Rolle hat er auch schon ähnlich gut in Lethal Weapon verkörpert. Schade, dass er mittlerweile in B-Filmen untergeht. Halte ihn ähnlich wie Jürgen Prochnow für den Prototypen des Fieslings.
Bill Paxton, hier noch recht jung, spielt einen Heisssporn, Macho und Partner von Danny Glover. Rückblickend recht witzig, wenn man ihn da braungebrannt mit Gelhaaren durchs Bild schlendern sieht. Gefällt mir ziemlich gut in dem Streifen.

Fazit:
Gute Fortsetzung, die aber bei weitem nicht an den Vorgänger heranreicht. Wer Teil 1 mochte, wird sich auch mit dem 2. Teil anfreunden können.

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