Review

Normal sind die Fortsetzungen immer schlechter als das Orginal, aber hier ist es sogar mal umgekehrt. Predator 2 besitzt zwar nicht ganz die Spannung des Orginals, aber dafür viel mehr Action, es wird etwas mehr erklärt und es ist einfach rasant anzusehen. Regiesseur Stephen Hopkins hat sich hier selbst übertroffen, denn so einen actiongeladenen Streifen hätt ich ihm gar nicht zugetraut. Eigentlich der beste Film den Hopkins in seiner Regiekarriere abgeliefert hat. Das Budget musst man natürlich im Gegensatz zum Orginal fast mehr als verdoppeln, aber man war sich auch sicher, dass die Einspielergergebnisse sich wie bei Teil 1 wieder sehen lassen konnten und genau so war das auch. Predator 2 spielte fast das doppelte vom Orginal ein. Produzent war wieder Joel Silver und das Drehbuch stammt von Jim und seinem Bruder John Thomas.

Inhalt:
Die Stadt Los Angeles ist eine Kriegszone, Drogendealer aller Art machen der Polizei die Hölle heiß. Doch es scheint ein Neuer im Spiel zu sein, der Dealer von beiden Gangs grausam abschlachtet. Der harte Cop Mike Harrigan beginnt mit seinem Team zu ermitteln, wird aber durch eine seltsame FBI Truppe, angeführt von Peter Keith gebremst. Doch es werden immer mehr Menschen ermordet und auch Harrigans bester Freund, er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und kommt Keith auf die Schliche, welcher ein außerirdisches Wesen jagt. Doch Keith und seine Gruppe werden vom Predator grausam ermordet und nun steht Harrigan dem Außerirdischen allein gegenüber.

Auch die Story ist etwas mehr als im Orginal, da noch der Drogenkonflikt von zwei Banden im Mittelpunkt steht und die seltsame Einheit um Peter Keith. aber in der letzten halben Stunde wird auch Predator 2 zur gnadenlosen Zweimann Jagd. Vor allem die kleinen Parallelen zu Teil 1 sind gut gelungen, so beginnt der Film mit einer Kamerafahrt über Wälder, wo das Orginal stadtfand, bevor dann die Kamera zur Stadt schwenkt. Des weiteren bedient man sich hier ein bisschen an Paul Verhoevens Stil und zeigt das Geschehene auch durch Nachrichtensendungen, bevor man zu einem mächtigen Anfangsshootout bläst.

Hier wird dann aus vollen Rohren geballert und es wird nicht mit sehr blutigen Einschüssen gegeizt. Schnell lernt man Harrigan kennen, welcher gleich eine Alleinnummer abzieht. Allgemein ist der Actionanteil und die Rasanz hier sehr hoch. Es passiert andauernd was, ob nun Drogendealer mit verschiedensten Waffen vom Predator abgeschlachtet werden, geballert oder geprügelt wird und sich Harrigan mit seinen Vorgesetzten streitet, es ist einfach immer etwas geboten. Sogar hier und da etwas Humor kann man finden. Zwar kann man die Spannung nicht an das Orginal heranbringen, aber man schafft es trotzdem ordentlich Spannung zu erzeugen, vor allem der Showdown zwischen Harrigan und dem Predator bietet wirklich reichlich davon.

Man erfährt auch hier etwas mehr über den Predator, welcher nicht nur eine einfache Mordmaschine ist, sondern schon von Anbeginn der Zeit auf Trophäenjagd ist und somit den Menschen auch liebend gerne mal die Wirbelsäule herauszureißen, um sie als Trophäe zu behalten. Natürlich wird auch wieder der mobile, interessante Arztkoffer vom Predator zum Einsatz gebracht. Man erfärt auch dass er nicht grundlos tötet, sondern nur Menschen, von denen er sich mit Waffen bedroht fühlt und die sterben hier Dutzendweise.

Auch die Atmosphäre und Kulisse hat es in sich. Die Stadt ist ein Schlachtfeld und überall kriminelle Banden. Man bekommt sogar am Ende einen Einblick in das Raumschiff der Außerirdischen. Vor allem kann man das Geschehene immer auf spannendem Niveau halten, ob in der dunklen U-Bahn, ob im Schlachthaus, oder allgemein in der Stadt. Man hat hier wirklich viel Spannung allein durch die Kulisse herausgeholt.
Das Ganze wird noch vom perfekten Sound von Alan Silvestri unterstützt, welcher auch schon im Orginal die Musik gemacht hat. Man verwendet haufenweise Musik aus dem ersten teil, welcher hier auch wieder trotz der anderen Kulisse super passt. An neuen Sounds hat man fast nichts zu bieten, was aber auch nicht stört. Die Musik ist und bleibt einfach eine Klasse für sich.

Danny Glover löst Arnold Schwarzenegger hier als Held ab. Er ist in der harten Rolle genauso glaubhaft, obwohl man es von ihm gar nicht gewöhnt ist, wenn man sich zum Beispiel mal " Lethal Weapon " anschaut. Trotzdem ist er ein absolut ebenbürtiger Gegner für den Predator.
Gary Busey, immer wieder gern als Arschloch gesehen, spielt hier den seltsamen Peter Keith. In solchen Rollen ist er einfach zu Hause.
Robert Davi spielt den nervigen Heineman, mit dem Harrigan oft aneinander gerät.
Maria Conchita Alonso ist hier auch in einer ungewohnt harten Rolle zu sehen, welche aber sichtlich gut zu ihr passt.
Der junge Bill Paxton lockert den ganze Film mit seinem Humor etwas auf und zeigt dass er auch als Bulle eine gute Figur macht.
Die Darsteller sind top für den Film und können alle in ihren Rollen überzeugen.

Fazit:
Toppt sogar noch Teil 1. Zwar nicht ganz so spannend, dafür mehr Action, Explosionen, Rasanz und noch mehr Blut. Die Darsteller pssen wie die Faust aufs Auge und auch der übernommene Sound aus dem Orginal passt auch hier perfekt. Spannend, actionreich, blutig, ist einfach klasse anzusehen.

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