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Eine Hitzewelle sucht Los Angeles heim und heizt die tobenden Schlachten zwischen Verbrecherbanden und der Polizei weiter an. Die brodelnde Situation droht zu eskalieren, als ein außerirdisches Phantom (Kevin Peter Hall) wahllos unter den Beteiligten zu metzeln beginnt…

Stephen Hopkins schildert die Großstadt der nahen Zukunft als feindseligen Dschungel, der so unwirtlich ist, dass er die Menschen in allzeit gewaltbereite Barbaren verwandelt, die schon aus geringstem Anlass augenblicklich aufeinander losgehen. Die reizvolle Idee, dass es nicht mehr als einen verdeckten Mitspieler braucht, der ohne Rücksicht auf Fronten und Regeln mitmischt, um das ungeheure Gewaltpotenzial der Menschen zum Explodieren zu bringen, lässt der Film nach dem knackigen Auftakt leider rasch fallen. Stattdessen tritt die Geschichte auf der Stelle, bis ein völlig verpfuschtes Finale die angeklungene Kritik am Menschen auf die übermächtige Bedrohung aus dem All abwälzt und zum Ausgleich einen denkbar uninteressanten Konflikt zwischen einem verantwortungsbewussten Retter und einem gewissenlosen Machtmenschen vom Zaun bricht, die um die korrekte Handhabe des Problems streiten. Die ärgerliche Trivialisierung zehrt leider jedes Wohlwollen auf, das über die erklärenden Selbstgespräche und müden Sprüche der Figuren hätte hinweghelfen können.

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