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"Die wurden ja höllisch zerfetzt."

In den Straßen von Los Angeles herrscht Chaos. Rivalisierende Drogenbanden halten die Cops auf Trab. Mike Harrigan (Danny Glover), Danny Archuleta (Rubén Blades), Leona Cantrell (Maria Conchita Alonso) und Jerry Lambert (Bill Paxton) sind häufig mitten in Schießereien zwischen den Banden und der Polizei verwickelt. Bei ihren Ermittlungen entdecken sie jedoch Leichen, die so übel zugereichtet sind, dass eine Beteiligung einer feindlichen Drogenbande ausgeschlossen ist.

"Predator" war 1987 ein enormer Erfolg. Der Science-Fiction-Action-Horror-Film bereitete nicht nur Regisseur John McTiernan ("Stirb langsam"-Reihe) sowie Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger ("Conan"-Reihe, "Terminator"-Reihe) einen hohen Bekanntheitsgrad. Er etablierte auch eine Kreatur, die äußerstes Ansehen im Filmgenre erhielt. Da auch der finanzielle Erfolg nicht ausblieb, war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Allerdings ohne die Beteiligten des Vorgängers.

Vorkenntnisse sind zwar sinnvoll, komplett ohne Sichtung des ersten Teils wird der Nachfolger aber auch verstanden werden. "Predator 2" verschiebt das Setting vom natürlichen Dschungel in den Dschungel einer Großstadt. Erneut ist die titelgebende Kreatur ein überlegener Gegner der Protagonisten. Diesmal allerdings stehen Jagd und Beute sowie Rangordnungen mehr im Fokus als noch zuvor.

Von Beginn an legt "Predator 2" ein rasantes Tempo vor. Mit recht innovativen Kamerawinkeln wird die Sicht wie auch die Visoren der titelgebenden Figur veranschaulicht. Flotte, brachiale Schießereien nehmen einen angenehmen Anteil der Laufzeit ein.
Der Predator wird als Figur ausgebaut. Neben neuen Technologien und Waffen ist auch der kulturelle Hintergrund seines Daseins ein Thema. Die Tatsache, dass sich der Predator die Opfer seiner Jagd nach wie vor bewusst aussucht, ergibt ebenso Sinn, wie die Schauplätze, an denen der Film seine Action zündet.

Die Handlung wirkt ein wenig konstruiert und die menschlichen Figuren fallen flach und nach Stereotypen sortiert aus. Ein Mangel, der auch schon der Vorgänger hatte. Stellenweise kommt "Predator 2" somit auch mal ins Stocken.
Mit gehäuteten Leichen und herausgerissenen Wirbelsäulen ist der Gewaltfaktor wieder recht hoch, teils sogar plakativ. Grenzen werden hier aber nicht überschritten. Die Effekte sind ansehlich, jedoch nicht wegweisend.

Danny Glover ("Lethal Weapon"-Reihe) ist eindeutig Sympathieträger des Films. Seine Performance ist adäquat, nur hin und wieder übersteigt er die Grenze des ernstzunehmenden. Umringt ist er von bekannten Gesichtern, wie María Conchita Alonso ("Running Man") und Bill Paxton ("Aliens - Die Rückkehr"), die zurückhaltenden Support geben.

An den unglaublich beklemmenden Vorgänger reicht "Predator 2" nicht heran. Dafür mangelt es ihm an markanten Einzelszenen. Dennoch funktioniert die Fortsetzung recht gut, bietet ordentliche, kompromisslose Action und einen spannenden Ausbau der titelgebenden Kreatur. Knappe ...

8 / 10

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