Das glückliche Ehepaar Jessie und Mark Bannister hat es geschafft. Beide haben überbezahlte Jobs und sind in ihr Traumhaus in Santa Monica eingezogen. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer. Bald schneit Marks Vetter Fred mit schwangerer Ehefrau und verfilztem Hauskater rein. Nach einem Unfall seiner Frau müßen beide für die Zeit der Schwangerschaft bei Mark bleiben. Jessies Schwester Claudia wird von ihrem Mann abserviert und meldet sich samt kokainabhängigem Sohn ebenfalls an. Als die Bannisters versehentlich das Nachbarhaus abfackeln, ziehen diese ebenfalls ein. Das Traumhaus wird zum Rattenkäfig, in dem jeder willkommen ist, bis auf die eigentlichen Eigentümer.
Der Verbrecher dieser hirnfreien Brachialkomödie ist "Kuck mal wer da jetzt spricht"-Regisseur Tom Ropelewski. "Madhouse" vertritt ganz klar das typisch amerikanische Slapstick- und Comedykino der 80er Jahre und scheut sich nicht vor Geschmacklosigkeiten und absolut geistlosen Holzhammerwitzen. Das Drehbuch ist weder sonderlich originell oder sinnvoll, aber die Geschichte hat durchaus ihre gelungenen Stellen und die meisten Witze zünden trotz Bart. Die fiesen Sticheleien und der böse Sarkasmus, gepaart mit den dutzenden Geschmacklosigkeiten, sind ein Freundenfest des markanten Ami-Humors. Fans kommen bei ein paar geilen Witzen sicher auf ihre Kosten. Dank den beiden Hauptdarstellern Kirstie Alley und John Larroquette, die ihre Rollen entsprechend gut spielen, kommt noch ein bißchen mehr Schwung und Witz in die Sache. Neben ihnen findet man noch ein paar alte Schauspielgesichter aus den 80ern. Übrigens: Für Zombie-Freunde gibt's dann auch noch eine Persiflage auf Romeros "Night of the Living Dead".
Kurz: "Madhouse" ist eine durchschnittliche Slapstickkomödie, die absolut bescheuert ist, aber durchaus ihre Momente vorweißen kann. Bei diesem Streifen dürften sich die Geister scheiden. Verfechter des ernsten Kinos und Filmfreunde ohne den Sinn für derben Haudrauf-Humor sollten sich tunlichst vor "Madhouse" hüten. Fans des Genres dürften allerdings ihren Spaß an diesem völlig kranken Comedywerk im Stil der 80er haben. Alley und Larroquette machen den Film sehenswert.
So absolut dämlich und hirnlos, dass es schon wieder einen Heidenspaß macht. Verstand, Hirn und guten Geschmack bei Seite legen und ab die Post!