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Der alternde Pornostar Bubbles Galore liegt mit ihrem Hausregisseur Godfredy Montana im Clinch und will statt dessen lieber eigene schlüpfrige Videos drehen. Eine erwachsene weibliche Jungfrau soll unterdessen zum neuen Sexstar aufgebaut werden...

Indie-Produktion aus Kanada, die angeblich eine Parodie auf die Porno-Industrie sein will, jedoch nur für reichlich Zornesröte bei der kanadischen Filmförderung sorgte. Dort war man aus verständlichem Grund wenig begeistert über das Resultat: Kunst wird versprochen, Schotterkäse geboten. Ziemlich unverfroren reitet diese No Budget-Produktion auf damaligen Zeitgeistern wie Tarantino, den dänischen Dogma-Filmen oder dem Style von MTV herum, wobei letztendlich nur eine inhaltsleere Sexsatire übrig blieb.

Ganz zwanzig Minuten hat man tatsächlich das Gefühl, dass aus "Bubbles Galore" tatsächlich noch was werden könnte, dann ist jedoch merklich die Luft raus. In gewissen Kunstkreisen würde man sagen, dass auch dieser Streifen nun mal ein wenig sperrig geraten ist... Leider geht auch dieser Streifen in seiner Dialoglastigkeit unter, wobei die Phrasen weder pointiert sind noch wirklich Aufschluss über die Erwachsenenindustrie bieten. Was so gerne stylish wäre, verkommt zur amateurhaften Hinterzimmer-Posse, in der auch Transsexuelle oder Gummidildos nichts mehr raussreißen. Das Ende ist dann nur noch eine Ausuferung der Peinlichkeit.

In einpaar kurzen Szenen wird "Bubbles Galore" jedoch tatsächlich weird, wenn bizarre Sexpraktiken oder Orgien zumindest mal angedeutet werden. In einpaar Traum-ähnlichen Bildern wird der Zuschauer sogar zum lieben Gott hochgebeamt, welcher in Wahrheit Porno-Vet Annie Sprinkle ist. Eine weitere Porno-Legende - Nina Hartley - konnte sogar die Hauptrolle ergattern, ohne dass das Ganze allzu autobiographisch wirkt.

2 von 10 Punkten.

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