Was wollte uns Altmeister George A. Romero mit diesem Film beweisen? Hat er sein Handwerk verlernt, oder darf er nur nicht mehr etwas härtere Horrorkost drehen? Denn dass, was er uns hier vorlegt verdient keinesfalls die Bezeichnung eines harten Horrorfilms. Der Film ist noch nicht einmal ansatzweise hart, die Mordszenen (die paar wenigen) lassen gezielte Schocks vermissen. Selbst eine Folge Tatort ist grausamer als alle Morde zusammen. Dabei ist die Story gar nicht so dumm, wie sie sich anhört - halt typische Slasher-Story nur unter anderen Umständen. Und das sowas unterhalten kann, wurde in der Vergangenheit mehrmals bewiesen. Doch "Bruiser" kann hier auf keiner Ebene so richtig überzeugen. Lediglich Peter Stormare bleibt hier eine kleine Ausnahme, denn er spielt hier den gemeinen Boss wirklich cool.
Erst zum Ende hin wird der Film ein kleines bisschen unterhaltsamer, die Atmospäre des "Tanztempels" wurde einigermaßen eingefangen, richtig interessant wird das ganze aber nur durch den Auftritt der "Misfits" beziehungsweise dem spielen ihrer Musik. Jedoch ist der ganze Spass ziemlich schnell wieder vorbei und man fragt sich warum man sich eigenlich diesen Film angeschaut hat. Nur wegen den "Misfits" lohnt es sich nicht da ihr Auftritt wie gesagt zu kurz ist. Und als Horrorfilm bzw. Horrorthriller kann man "Bruiser" auch nicht so richtig bezeichnen da er viel zu unausgewogen und außerdem die Härte eines richtigen Thrillers eindeutig vermissen lässt.
Höchstens interessant für Hardcore-Romero-Fans und Leute, die eindeutig zu viel Zeit haben. Schade eigentlich, denn hier hätte man mehr draus machen müssen.
Das Potenzial war da, aber mehr auch nicht.
2 von 10 Punkten.