„Children of the living dead“, also „Kinder der lebenden Toten“.
Ein Schelm, der nun denken möge, Zombies würden piepmatzen, Kinder zeugen, die dann arglose Menschen annagen, - leider Fehlanzeige.
Denn dieser preiswert abgekurbelte Zombiestreifen bietet absolut nichts Neues auf dem Gebiet der herumgeisternden Untoten.
Eigentlich geht es ja sofort mitten ins Geschehen: Zombies in Scharen auf dem Feld und ein Tom Savini, der mit furchtbarer Synchro ausgestattet, auf diese Jagd macht.
In einer Scheune findet er (menschliche) Kinder und den Oberzombie Abbot Hayes, der ihn kurz darauf kalt macht.
Soviel zum Auftritt von Savini. Immerhin sind die ersten Minuten die einzigen, die kein Gähnen hervorrufen.
14 Jahre später: Ein paar Deppen fahren mit einem VW-Bus (wie üblich!) durch die Gegend, unterhalten sich über die Legende Hayes, sehen diesen plötzlich als Zombie auf der Straße und verunglücken tödlich.
Wieder ein Jahr später: Matt hat vor, in der Nähe des Friedhofs ein Autohaus zu errichten, wenig später liefern sich Zombies (unter der Leitung von Hayes) und Bauarbeiter einen schier langweiligen und unblutigen Showdown, der offen endet.
Dass hier „living dead“ als Fragment im Titel einen arglosen Zombiefreund wie mich anlockt, ist erschreckend, denn einen so verblödeten Aufguss von herumstreunenden Untoten habe ich schon einige Zeit nicht mehr gesehen.
Allein die Idee, drei Zeitsprünge und somit auch nicht näher erläuterte Figuren einzuflechten ist dämlich und unüberlegt, denn eine Brücke zwischen den Ereignissen wird nicht geschlagen.
Diesen Hayes muss man als Oberzombie einfach akzeptieren, seine Motivation liegt aber völlig im Dunkeln.
Es erklärt sich von selbst, dass hier nur Dilettanten am Werke waren und das in jedem Bereich. Seien es die untalentierten Darsteller, die FX-Leute, die Kamera…einfach alles.
Auch die üblichen Zutaten, die einen gelungenen Zombiefilm ausmachen, finden sich hier noch nicht einmal in Ansätzen.
Keine nackte Haut, null Humor und fast kein Blutvergießen.
Zwar gibt es ein paar blutige Einsschüsse zu verzeichnen, aber Fressszenen wurden ungeschickt umgangen, indem man eine Meute von Zombies ein Opfer umkreisen lässt und am Ende nur Schreie hört, aber nichts sieht.
So unbeholfen die Story daherkommt, so schleppend ist auch ihr Erzähltempo.
Statt auf Untoten-Action zu setzen, werden eindimensionale Charaktere eingeführt, die das Geschehen genauso wenig vorantreiben, wie eine sich anbahnende Romanze zwischen Matt und einer Kellnerin. Leerlauf fast über die komplette Laufzeit, das muss man erstmal hinbekommen.
Aber der Film ist nicht so schlecht, um wieder gut zu sein, sondern er ist eine einzige Katastrophe, die auch beim härtesten Trashfan kein Entzücken hervorruft.
Schlicht langweilig und uninspiriert bis ins kleinste Detail.
Selbst die Maske des Oberzombies Hayes sieht aus, als hätte er sie vom einschlägigen Einzelhandel erstanden. Mit dieser darf er dann (oft auch noch in Zeitlupe) durch die karge Kulisse zabeln und für sich herumgrummeln, damit Ansätze von Atmosphäre im Keim erstickt werden.
Auf weitere Details einzugehen, würde bedeuten, sich noch länger mit dieser Grütze zu beschäftigen, so kürze ich die Sache ab:
Man sollte sich diesen Schwachsinn unter gar keinen Umständen ansehen, denn der Film ist einfach nur schlecht, richtig schlecht.
1 von 10 Punkten