Seltsame Unterhaltungsmischung aus Komödie mit Fantasyanstrich, die im Grunde auf der I Dream of Jeannie Prämisse, dann allerdings durchaus anderen Strukturen als Sidney Sheldons biederer Sechziger Jahre Hit aufbaut. Sowieso ist die Mischung hier eher konfus, ohne durchgängige Inspirationslinie, gerade in Bezug auf die eigentliche Zielgruppe – für Erwachsene recht kindisch und für Jüngere vice versa – angelegt, die Bedürfnisse der jeweiligen "Meister" des Wunschgeistes erstmal auf die Libido und dann weitere Luststillung in Form von viel Geld und überhaupt mit einem stattlichen Haufen an (männlichen) Unsympathen hin angelegt:
Vorarbeiter Fan [ Stanley Fung ] hat aufgrund anhaltender Verluste beim Glücksspiel mächtig Ärger mit dem Kredithai Lin Guo-ren [ James Yi Lui ] und dessen Schergen Bo [ nur im Karateanzug unterwegs: Alan Chan ] und Ming [ To Siu-ming ]. Da Fan pleite ist, und Lin bei dem Anblick dessen blutjunger Tochter Zhu [ Liu Lai-ling ] in Verzücken gerät, bietet er ihm ein neues Geschäft an. Eine Woche mit dem Mädchen, und die Sache ist vergessen. Zwar ist Fan durchaus am überlegen, kommt ihm aber der potentielle Schwiegersohn und Arbeitskollege Cheng [ Derek Yee ] entscheidend zur Hilfe; hat er doch kurz zuvor auf der Baustelle per Zufall einen 200 Jahre alten Regenschirm und damit auch Qing [ Cherie Chung ] gefunden, die magische Kräfte besitzt und dem Besitzer des Schirmes gehorchen muss.
Als einer der (vorläufigen) Abschlussfilme der Shaw Brothers (Hong Kong) Ltd. verbleibt man auch hier wieder in der Gegenwart, verlagert sich aber weiterhin außerhalb der gesellschaftlichen Zone und gestaltet sich über weite Strecken als eher abgeschottetes Terrain. Die ganze Angelegenheit der verschiedenen Manöver von Männer gegenüber Frauen und deren Reaktion ist angesichts der Möglichkeiten eines fast alles, nur halt den Koitus ausdrücklich nicht erlaubenden Djinns betrachtet, natürlich überaus gering, wie auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht und wirklich nur Privates im Auge habend. Entsprechend dessen gelten die jeweiligen Wohnsitze beider Parteien als mit die Hauptschauplätze der geographisch und auch materiell und formell eingeschränkten Handlung, wobei die Settings praktischerweise auf den genauen Kontrast der anderen Behausung, hier mit kleiner Kemenate und dort der Wohnvilla ausgestattet sind. Besuche in der Zivilisation finden nur sporadisch und dann in Form längerer Sketche, wie bei einer Episode im Supermarkt, inklusive einer wortwörtlich (bis auf die Unterwäsche und weniger, d.h. barbusig) entblößten Taschendiebin, und einer weiteren im Restaurant statt. Beide Einheiten dienen gerade der ersten Hälfte der Laufzeit als mit willkommene Abwechslung, sind dort auch die Vorbereitung, Durchführung und Abschlüsse der Pointen überraschend gekonnt und stellen sich als kleinere Kunststücke in Sachen Slapstick mit Sitcom-Charakter im Chaos by Design dar.
Leider verändert sich ein Großteil der darauffolgenden Entwicklung nicht bloss auf die Figur des geistig schon arg eingeschränkten Fan, der nur eines, und zwar das Glücksspiel im Kopf hat, sondern formuliert sich dort auch als entsprechend eintöniges Kapitel im Casino-Milieu; quasi ein langweiliger gambling-movie für sich, der keinerlei Alternation innerhalb noch außerhalb für die Geschichte mit sich bringt. Sowieso und überhaupt ist die Anwesenheit von Darsteller Stanley Fung ein derber Dämpfer für sich, wirkt der Charakter in seinen Lügen, Betrügen und insgesamt moralischer Zweifelhaftigkeit so noch unsympathischer als überhaupt; was in der Menge der gebotenen niederträchtigen oder anderweitig abstoßenden Chargen schon das nachteilige Verhängnis mit sich bringt. Die später einbezogene Komik sieht de facto ein Scheusal mit dem anderen um die Wette streiten, was trotz eines hektischen Actionfinales nicht gerade automatisch die Anteilnahme an dem Geschehen mit sich bringt.
Immerhin kann sich Ideengeber und (überaus erfahrener) Regisseur Richard Yeung Kuen, der spät und dann mit adult Themen wie Hell Has No Boundary (1982), Seeding of a Ghost (1983) sowie folgend noch Twisted Love (1985) zu dem scheidenden Produktionsstudio gestossen ist, auf die Attraktivität seiner Damen, ihren sexy-cute charms und die sichere Behandlung sonstiger humoristischer Techniken wie das Auslösen von Missverständnissen, der Unterschied von objektiven und subjektiven Wahrnehmungsbildern, schadenfrohen Streichen und auch klamaukigen Eskapaden verlassen. Eine kleine Produktion mit einer Handvoll Nebendarstellern, gefangen zwischen buntem Amüsement, undurchsichtigen Schatten und insgesamt veränderlichen Ganzen.