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Blendgranaten fliegen durch die Fenster und ein Sondereinsatzkommando der Polizei stürmt die Wohnung. Ausgerechnet Bernd das Brot wird verhaftet und angeklagt. Er soll für das geheimnisvolle Verschwinden seines Nachbarn verantwortlich sein und eine heimtückische Straftat begangen haben. Unversehens findet sich Bernd vor den Schranken des Gerichts wieder. Für den erbarmungslosen Staatsanwalt und den hartgesottenen Richter ist der Fall ganz klar. Alle Indizien sprechen gegen das kurzarmige Kastenbrot, seine Verurteilung ist nur noch reine Formsache. Bernds Lage ist so aussichtslos wie noch nie.

In der Mann mit den zwei Nasen darf Bernd heute mal Perry Mason crossovern, dummerweise allerdings nur in der Position des Angeklagten. Briegel und Chili organisieren flugs die Verteidigung, schließlich haben sie gerade Bernds Kohle für einen echten Anwalt bei einer Kreuzfahrt verpulvert, was erwartungsgemäß natürlich eher dazu führt die Lage zu verschlimmern und fände der Prozess in Texas statt, dann gäbe es die Premiere eines Kastenbrots auf dem elektrischen Stuhl, zumal auch hier der Staatsanwalt den vertrauenerweckenden Namen Henker trägt.
Was ist passiert? Der neue Nachbar ist verschwunden, Berndie wird mit Messer in dessen Wohnung aufgefunden und hat unpraktischerweise einen kompletten Filmriss für die letzten Stunden. Dazu kommen noch weitere Indizien en masse, Zeugen berichten von einem Streit der beiden, natürlich über seltene Videos von Deutschlands langweiligsten Bahnstrecken, und speziell Briegel reitet ihn mit seinem Luminol Einsatz und dem besten Gag des Films, in dem er durch eine aberwitzige Erfindung eines Mordwerkzeuges sogar das beste Entlastungsargument der viel zu kurzen Arme versehentlich selbst zunichte macht.
Das ist dann alles in allem eine nette Geschichte mit ein paar guten Zeilen, aber im Vergleich zu den restlichen Berndivents doch eher im unteren Gagniveaubereich. Man gibt sich zwar Mühe das statische Geschehen im Gericht durch kleine Einspielungen aufzulockern, aber ganz zündeln wollen die 45 Minuten dann doch nicht. Logisch, das der Spann mit den zwei Blasen am Ende gefunden wird und der Tann mit den zwei Oasen ein Happy End mit anschließender Kreuzfahrt (von Bernds geklauter Kreditkarte natürlich) erfährt.
6/10

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