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Tom Cruise hängt der Ruf des Sonnyboys an. Des Saubermanns und Scientologe der ersten Stunde. Obwohl, in „War of the Worlds“ schmeißt er im Zorn ein Erdnusbutterbrot an eine Fensterscheibe. Das war nicht so sauber aber unheimlich komisch. Nun, sei es wies ist, ich sehe ihn dennoch gern. Cruise schont sich bei den Dreharbeiten nicht und scheut sich auch nicht davor schwierige und auch gefährlichere Stunts selber zu machen, sofern ihn der Regisseur lässt.

Ethan Hunt ist zurück. Gemeinsam mit seiner Truppe soll er eine Agentin befreien, die Hunt einstmals ausgebildet hatte. Es gelingt ihnen sie zu befreien, doch auf dem Weg in Sicherheit stirbt sie auf perfide Art. Hunt will den Dingen nun auf den Grund gehen und erfährt, dass sie hinter einem gewissen Davian her war, der seinerseits auf der Suche nach der Hasenpfote ist, einem geheimen Objekt, dessen wahre Identität bisher keiner kennt. Als Hunt Davian kidnappt um aus ihm Informationen herauszupressen öffnet er damit die Büchse der Pandora, denn Davian ist ein gefährlicher Gegner. Er schwört an Hunt Rache zu nehmen und kann sein Versprechen schon bald in die Tat umsetzen. Wird es Ethan Hunt gelingen seine Frau aus den Klauen des skrupellosen Gangsters zu befreien, oder wird sie das gleiche Schicksal ereilen, wie Ethans Kollegin?

Mit der Einführungsszene setzt Regisseur J.J. Abrams den richtigen Punkt und hat sogleich die absolute Aufmerksamkeit des Zuschauers, denn dieser Vorspann hat’s in sich. Abrams spielt sein Können voll aus und dreht enorm an der Spannungsschraube. Besagte Szene ist aber eher ein Vorgriff, denn bis es zu ihr im eigentlichen Film kommt, vergeht eine ganz Zeit. Während dieser steigert Abrams kontinuierlich die Ereignisse und mündet am Ende in ein actionreiches Finale, dessen tödlicher Ausgang mich irgendwie an Teil eins erinnerte. Die Story ist komplex und bietet zahlreiche Wendungen. Der Anfang nimmt einige Geschehnisse vorweg, was dem Film aber nicht schadet, denn er bietet noch massig anderes.

Kommen wir zu den Schauspielern. Der absolute Oberfiesling ist ohne Zweifel Philip Seymour Hoffman, als Owen Davian. Seine Darstellung ist an Kaltblütigkeit schwer zu überbieten. Ein mieses Schwein, das man am liebsten aus dem Flugzeug geschmissen hätte. Daneben verblasst Tom Cruise etwas. Hoffman stielt ihm einfach die Show. Cruises Darstellung ist aber dennoch alle Ehren wert. Besonders in der Einführungsszene überzeugte er mich und macht auch sonst seine Sache ausgesprochen gut. An Willis Reaktion im Auto in „Hostage – Entführt“, als er das Bild seiner entführten Frau und Tochter sieht, kommt er aber nicht heran. Ihm zur Seite steht abermals Ving Rhames, sowie Maggie Q und in der Rolle des Chefs Laurenz Fishburn. Ihre Leistungen sind allesamt solide, aber nichts Besonderes. Etwas Besonderes ist hingegen Simon Pegg als Benji (klingt wie’n Hund). Ihn kennt man als Shaun aus Shaun of the Dead und hier in M:I III ist sein Spiel absolut herrlich. Am markantesten ist das in der zweiten Hälfte des Filmes, als Cruise auf der Flucht ist und Benji nicht mit in die Sache hineingezogen werden will.

Die Action und die Effekte sind erstklassige Arbeit. Besonders gefallen hat mir hier die Szene auf der Brücke, als Davian befreit wird. Herrlich anzusehen, wie Hunt durch die Wucht einer Rakete an ein anderes Auto geschleudert wird. Aber auch das anlegen der berühmten Masken hat man dermaßen verfeinert, dass es schon ein Schau ist zuzusehen, wie sich die Aufgesetzte Maske langsam an das Gesicht anlegt und man von einem Darsteller zu nächsten morpht. Oder wie man sieht, wie solch eine Maske zerrissen wird und darunter ein anderes zum Vorschein kommt. All dies trägt enorm zur Glaubwürdigkeit bei und verdeutlicht, was Effektemäßig mittlerweile schon machbar ist. M:I III ist eindeutig ein Actionfilm und das auf beeindruckende Art, denn die Schusswechsel, Crashs, Explosionen etc. sind beeindruckend und bombastisch inszeniert.

Somit hat der Film alles was ein guter Film braucht. Eine erstklassige Story, ausgezeichnete Darsteller, bombastische Effekte und Actionszenen und einen Regisseur der es versteht die Elemente auf gekonnte Art miteinander zu verbinden. Ich jedenfalls wurde aufs angenehmste unterhalten. War gefesselt von der Geschichte und verfolgte gebannt das weitere Geschehen und ich war beeindruckt von den Effekten und der Action.

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