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Mit dem zweiten Werk von Regisseur Eric Eason „Journey to the End of Night“ ist ihm ein durchaus ansehnlicher, düsterer aber auch ohne weiteres als Intelligent zu bezeichnender Thriller gelungen. Er spiegelt im Zeitraum einer einzigen Nacht ein sehr gutes Drama wieder und geht dabei sehr gut auf die einzelnen Charaktere und deren Schicksale ein. Und ein bekanntes Zitat (u.a. auch im Film verwendet) passt wohl sehr gut zum Ausgang des Filmes: „Ehrlich währt am Längsten“.

Die Story gefällt mir von den Ansätzen her sehr gut und passt auch in die doch eher kurz gerate Laufzeit von knapp mehr als 80 Minuten. Jedoch hätte ich mir dabei noch einen Tick mehr Tiefe gewünscht. Das gebotene ist zwar durchaus ansehnlich, weist jedoch meiner Meinung nach keine große Bandbreite auf. Gut ausgearbeitet ist die Story auf jeden Fall und der Kreis schließt sich dann auch zum Ende hin - wenn auch mit einer sehr überraschenden Wendung. Interessant zu sehen wie quasi eine einzelne Person schlagartig alles zunichte machen kann.

Die Atmosphäre ist den gesamten Film über sehr düster, sei es der Anblick des gut eingefangenen Rios bei Nacht oder auch nur die engen Straßen oder das Hafenviertel. Alles wirkt sehr verkommen, was sich dann doch ganz gut mit dem Inhalt des Filmes verbindet. Die Leistung der Darsteller geht auch soweit in Ordnung, wobei mich dabei Scott Glenn („Training Day“) und Mos Def („16 Blocks“) am meisten überzeugen konnten, da man Ihnen ihre Rollen sehr gut abnimmt. Dies wiederum kann ich zumindest in diesem Film von Brendan Fraser nicht behaupten, da er auf mich irgendwie zu unglaubwürdig wirkt.

Alles in allem ist „Journey to the End of Night“ sicherlich kein schlechter Thriller, wohl aber nicht jedermanns Sache. Er ist auf jeden Fall sehr gut inszeniert und auch die Darsteller – Riege ist zum Großteil gut gewählt. Die Atmosphäre kommt auch gut rüber...aber was in meinem Fall überhaupt nicht so richtig überspringen konnte war der Funke...

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