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Mit Bryan Singers X-Men hat alles angefangen. Natürlich gab es schon vorher Comic Verfilmungen,a uch gelungene. Man denke nur an Burtons zweiten Batman. Aber nach dem doch etwas überraschenden Mega Erfolg von X-Men wimmelte es auf einmal nur so von Superhelden auf der Leinwand. Kein Jahr, in dem nicht mindestens sechs Filme mit Bildbuchvorlage von den großen Studios ins Rennen um die Gunst der Zuschauer in die Lichtspielhäuser um die Welt geschickt werden. Zumeist leider von durchwachsener Qualität. Zwischendurch bekamen dann auch die X-Männer ihr verdientes Sequel und konnten den ersten Teil sogar noch toppen. Natürlich hätten sich alle gewünscht, dass Singer nun auch die Trilogie komplettieren würde, aber Filmemacher scheinen einen Rattenschwanz an unausgefüllten Kindheitsträumen mit sich herumzuschleppen. So auch Singer, der dann auch lieber den leider bisher wenig verheißungsvollen Superman Returns übernahm. Übrigens von Brett Rattner, der nun über Umwege sich letztendlich für den neuesten Streich der X-Men verantworten muss. Rollentausch galore, wie zu besten Screwball Comedy Zeiten.

Die Befürchtung Rattner könnte das liebgewordene X-Men Franchise zugrunde richten, haben sich zum Glück nicht bewahrheitet. Die Hoffnung, die Serie könnte nahtlos auf schwindelerregendem Niveau weitergeführt werden leider auch. Auch wenn man es hier mit einem guten Comic Flick zu tun hat, leidet der Film dann doch vor allem an seinem arg gestrafften Drehbuch, welches sich durch die Geschichte hechelt. Zu viele Charaktere in zu weniger Zeit einführt, nebenbei noch liebgewordene Figuren an den Sensemann verliert und Halle Berry einfach zu viel Zeit einräumt.

Wie sich die Serie in Zukunft entwickeln wird ist schwer zu sagen. Für dieses Mal ist man jedenfalls noch auf der sicheren Seite. Achso, während ihr dann im Kinosessel während der End Credits am gepflegten Resümieren seid, bitte sitzen bleiben. Ihr werdet dann schon sehen warum.

07/10

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