Review

Der erste "X-Men" gefiel mir weniger, Teil 2 hingegen umso mehr. Wie würde es sich wohl beim dritten Anlauf nach dessen Regiequerelen im Vorfeld verhalten? Eine echte Steigerung erwartete ich kaum und genauso kam es dann letztlich auch! Meine Wenigkeit wurde insgesamt sehr solide unterhalten, ohne dass dabei jedoch wirklich etwas hängen geblieben wäre. Die Story ansich ist zweckmäßig und zieht ihre Spannung meist allein aus der Tatsache, dass es zum Ende hin zur großen Konfrontation rund um die Golden Gate Bridge kommt. Bis dahin ist leider nicht all zu viel los. Ein bisschen schick gestaltete Action (Stichwort: Überfall auf den Convoi) hier, ein paar neue Charaktere und Oneliner da - nichts Großartiges soweit. Eher fast im Gegenteil: Die Vielzahl der Charaktere stört teilweise und besonders Comicunkundige, wird dem einzelnen Mutantencharakter doch jeweils nur wenig Zeit zubemessen. Immerhin darf auch mal jemand ins Gras beissen, was für etwas Abwechslung und Emotionseinschlag im in dieser Hinsicht eher einseitigen Superheldengenre sorgt. Der herbeigesehnte finale Showdown schließlich fährt erwartungsgemäß jede Menge spektakulärer Effekte auf und schreckt selbst vor dem gewaltsamen Versetzen der kompletten Golden-Gate Bridge nicht zurück. Daneben darf natürlich auch ausgiebig mit den Elementen gespielt und gefightet werden, ebenso wie mit Handfeuerwaffen und blanken Fäußten bzw. Klauen. Für jeden ist was dabei und trotzdem bin ich auch mit diesem CGI-Bildersturm nicht wirklich glücklich geworden. Vielleicht war es einfach etwas zu viel des Guten oder die flach bleibende Geschichte spukte noch zu sehr im Hinterkopf herum, liess den Showdown auf diese Weise erst recht übertrieben wirken. Schauspielerisch gibt sich "X-Men 3" hingegen keine Blösse. Das verwundert auch kaum, hat man es doch mit der alt bekannten Besetzung um "Xavier" Patrick Stewart, "Wolverine" Hugh Jackman und "Magneto" Ian McKellen zu tun. Extrem scharf daneben einmal mehr "Storm" Famke Janssen mit knallroter Haarpracht. Von Brett Ratner technisch sauber, wenn auch keinesfalls meisterlich umgesetzt stellt "X-Men - Der letzte Widerstand" das klassische Sommer-Pokornmovie des neuen Jahrtausends dar. Leicht verdaulich und garantiert nicht anspruchsvoll. Man sollte jedoch bis zum Ende des Abspanns sitzen bleiben um einen (vohersehbaren) Cliffhanger für einen vierten Teil nach Hause mitzunehmen...

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