Review

Ein weiterer Teenie Slasher, den die Welt nicht braucht. Low Budget ist prinzipiell nicht schlimm, aber hier ist alles low: Blutgehalt, Spannung und Darsteller.
Und damit man erst gar nicht auf die Idee kommt, innerhalb der abgedroschenen Story Neuerungen zu finden: Ein Killer dezimiert die Partygäste im Haus der Heldin.

Damit wäre bereits alles gesagt, aber um zu verdeutlichen, wie scheiße dieser Film wirklich ist, könnte man auch ein typisches Zitat von einem der unterbelichteten Typen anführen: “Ich geh zurück auf den Dancefloor und hab auf einmal richtig Fun, ich habe Moves drauf, boah…“.
Solchen Bockmist aus den Mündern alkoholisierter und mit Drogen versorgter Teens muss man die meiste Zeit über sich ergehen lassen, während man lange auf den Einsatz des Killers wartet.

Da wird uns die austauschbare Heldin Stacey vorgestellt, mit ihr die Neue an der Schule, eine Gothic-Rock-Außenseiterin. Zudem noch der heruntergekommene Nachbar, ein ehemaliger Cop, der versehentlich einen erschoss und seitdem nur noch an der Flasche hängt.
Und natürlich die potentiellen Opfer, die nichts als Rausch und Sex im Kopf haben, womit man als geplagter Zuschauer derbe gestraft ist.

Es folgen Beziehungsstress, Softsex im Pool, bekannte Partyspiele und hohles Gelaber.
Nur selten schlägt der Killer zu und das geschieht so phantasielos und blutleer wie in einem herkömmlichen „Tatort“.
Nach 21 Minuten ohne Inhalt bekommt ein Typ ein lächerliches Messerchen zwischen die Rippen, beim Zuschlagen mit einer Hacke sieht man lediglich selbige und dass dem Opfer etwas Blut aus dem Mund tröpfelt und beim Kehlenschnitt hält sich ein weiteres Opfer im passenden Moment die Hände vor die vermeintliche Wunde. Ferner gibt es noch Stills von einer Axt im Kopf und einem Bohrer im Bauch, - Fx-technisch auf das Nötigste reduziert.

Und so verläuft dann auch der komplette Streifen spannungsarm und vorhersehbar. Einschläferndes Partygetue und unspektakuläre Kills. Selbst für den Showdown schafft man es nicht, das Tempo merklich anzuziehen und zu allem Überfluss an Nichtigkeiten hängt man auch noch einen aufgesetzten und von „High Tension“ abgekupferten Plot Twist dran, der natürlich mehr Logiklöcher aufwirft, als mit dem Silikon einiger Darstellerinnen zu stopfen wären.

Diese bewegen sich auf unterstem Niveau darstellerischen Vermögens, da macht weder die Heldin eine Ausnahme, noch der Killer, dessen Gesicht und Körperhaltung so bedrohlich wirken wie beim Sparkassenangestellten hinterm Schalter.
Die Kulissen, ein durchschnittliches Wohnhaus mit kleinem Garten und Mini-Pool, lassen natürlich keine Atmosphäre aufkommen und zudem fällt der Score überhaupt nicht auf.

Grundlegend bin ich ja geneigt, in einem Teenie Slasher immer etwas Positives zu finden, doch das fällt bei „Sweet Insanity“, - der Titel weist bereits auf den Plot Twist hin – verdammt schwer. Kein Mitfiebern, keine ordentlichen Morde, keine Sympathieträger, stattdessen strunzig bekloppte Figuren, die mit platten Dialogen die ohnehin kurze Laufzeit strecken.
Dagegen ist selbst der überflüssige Aufguss „Ich werde immer wissen…“ die reinste Innovation von Teenie-Gemetzel.
Aufgrund des Gothic Girls und dem bemühten Plot Twist nicht die ganze niedrige Bewertung, ansonsten vergeudete Zeit,
2 von 10

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