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Keith, ein junger, amerikanischer Schriftsteller, spürt dem blutigen Mythos um die ungarische Gräfin Elizabeth Bathory aus dem 16. Jahrhundert für sein neues Buch nach. Auf seiner Reise durch Osteuropa verliebt er sich in die schöne Elisabeth. Sie ist die Tochter der Blutgräfin und als Vampir unsterblich. Durch diese verbotene Liebe wird eine Kette von Ereignissen, fern jeder Vorstellungskraft, ausgelöst, die ihn und seine Freunde Kim und J.J. mitten hinein zieht in einen Kampf der Schattengestalten.

Um mal das (wenige) Positive gleich mal herauszustellen, Metamorphosis beginnt eigentlich nicht uninteressant, macht einen Zeitsprung in die Vergangenheit als sich die Ungarn mit den Türken balgten und eine Blutgräfin Bathory (deren Person hitsorisch verbürgt ist) ihr Unwesen trieb. Leider dauert dieses Intro nur sehr kurz und endet mit der Einkäschung der Gräfin nebst ihrer Tochter. Da die Tochter zum Vampir wurde schwingt sich die Geschichte nach fünf Minuten mit ebenjener in die Neuzeit und ab hier kullert der Film qualitativ ganze Karpatengebirgzüge tief.
Denn alles was sich danach in der Jetztzeit abspielt ist eigentlich nur noch grauslig. Da haben wir drei Jugendliche Amis die durch Osteuropa zwecks Buchschreiben rumtouren (Hostel läßt schön grüßen), einen Nachkommen des damaligen Bathory Mörders der sich auch als Vampir entpuppt und der große Endgegener wird, dazu gibts noch ein wenig Mystery Geschwurbel a la "geh ins weiße Licht" ums Fegefeuer und die Uhrzeit geht aufgrund Aufenthalt in Paralleldimension auch nicht mehr richtig.
Die Handlung entpuppt sich dabei als relativ hohl und zudem auch noch schlecht erzählt, wirkliche Spannung oder gar mitfiebern mit den Charakteren will sich partout nicht einstellen in diesem müden Vampirhobel. Die Blutsauger laufen dabei munter durchs Tageslicht und saugen sich im Showdown schon mal gegenseitig aus, ohne das der Zuschauer irgendetwas erklärendes auf den Schoß gelegt wird. Der Scripter hat das mit der Vampirmythologie jedenfalls sehr eigensinnig interpretiert.
Aber auch die Regie läßt zu wünschen übrig. Ich hab selten so einen lahmen und dialoglastigenGruselfilm gesehen (von Horror kann ja keine Rede sein, wenn ich mich nicht täusche fließt im gesamten Film kein einziger Blutstropfen), besonders die Einstellung als der Jeep in die Schlucht stürzt ist so richtig schlecht gemacht und wirkt eher unfreiwillig komisch.
Darstellerisches Highlight ist ein bestenfalls mittelmäßig aufgelegter Christopher Lambert im Sprücheklopfer Modus, der Rest der Truppe ist vernachlässigenswertes Kanonenfutter. Metamorphosis ist insgesamt ziemlicher Schotter, nicht mal die unheimliche Atmosphäre des Schlosses wird ansatzweise in wirksame Shots umgewandelt. Bleibt ein blutleerer und überflüssiger Vampiaufguß übrig, den keiner braucht.
2/10

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