Als Marine Rob Cutter [ Daniel Hugh Kelly ] nach mehreren Hubschrauberabstürzen einem Rüstungsschwindel auf die Spur kommt, wird er kurzerhand ausgeschaltet. Da ein belastendes Stück aus dem Motor nicht gefunden wird, verfolgt man seine Frau Barbara [ Amy Madigan ] und ihren kleinen Sohn. Doch diese kann sich als Ex –Marine gut zur Wehr setzen...
Eher durchschnittlicher Actionthriller, der nur dadurch etwas herausfällt, dass hierbei eine recht starke und vor allem auch überzeugende Frauenfigur die Führung übernimmt, wobei Amy Madigan mit ihrer Reibeisenattitüde einen grossen Anteil daran hat.
Der Rest verläuft sich in gewohnten Bahnen und vermag zwar durchgängig ganz passable Unterhaltung abzuliefern, bietet allerdings nur in der Waldepisode etwas Erinnerungswürdiges; schade eigentlich, dass sich ansonsten zu sehr in der Verschwörungstheorie und allgemein im Mittelmass gesuhlt wird. Die unstilisierte Gangart der 80er Jahre kommt dem Film dabei noch zu gute, wobei man sich hierbei allerdings wirklich in verkommen – schmuddligen Gegenden befindet, jeder C - Film hat wahrscheinlich saubere Gebäude für Actionszenen zu bieten.
Die zwei ordentlichen Verfolgungsjagden warten zumindest mit etwas Tempo auf; was allerdings auch an Brad Fiedel’s Score liegt; die zweite Car Chase wird lustigerweise durch einen Reifenwechsel kurz unterbrochen und endet dann auch noch fahrlässig in einem doppelten Polizistenmord, seeing is believing.
Da Cutter weder auf Hilfe ihrer Familie noch auf die anscheinend komplett ausgeschaltete Polizei hoffen kann, fährt sie schliesslich in den Wald und ruft nach Ben, einem Kumpel ihres Mannes. Dieser taucht mit 2 Dobermännern an seiner Seite auch aufs Wort hin auf, und kann als Rübezahl der Moderne so wirklich nur von Michael Ironside gespielt werden. Nachdem er vor dem eh schon verschreckten Kind zwei blutige Kaninchen hingeschmissen hat, tauchen auch schon wieder die Schergen auf, das anschliessende Gefecht bleibt die einzige memoriable Szene.
Den Showdown dann selber kann man komplett knicken, zu pathetisch und interessiert dann einfach auch nicht mehr.
Mario Azzopardi’s Regie bewegt sich dabei zumeist auf TV – Niveau, wo er nach diesem Abstecher auch wieder hinwechselte und da auch hingehört, einzig einige blutigere Szenen heben sich von zu bodenständigem Abfilmen ab.
Die Mutter - Sohn - Verbindung kommt gut herüber, verzieht aber die Rasanz; einige derbere Klischeefiguren sowie die Vorhersehbarkeit des Geschehens tun ihr Übrigens, um keine wirkliche Stimmung aufkommen zu lassen.
Und spätestens wenn Madigan wie weiland Schwarzenegger einen LKW anschiebt und mit diesem den Berg hinunterdüst wünscht man sich lieber ein erneutes Sichten von Phantom - Kommando.