Review

"The Shadow Men" - ein wenig sagender Titel, doch bei genauerem Betrachten des Videocovers in der Videothek beschloss ich, den Film einfach mal mitzunehmen da Sci-Fi-Filme ganz nett für einen Samstag abend sind und sich die Beschreibung nicht schlecht anhörte.

Es muss einem sonnenklar sein, dass der Film auf der damaligen Welle von dem durchaus erfolgreichen Film "Men in Black" mitschwimmen wollte, was ihm - gleich vorweg gesagt - nicht gelingt. Es ist eine Billig-Produktion mit unbekannten Schauspielern, einer einfachen Story und wenigen Effekten, aber für das - bestimmt nicht allzu hohe - Budget sind sie bestimmt nicht die schlechtesten. Was diesmal anders ist: Die "MIB" sind die Bösewichte. Aber zur Story möchte ich mich nicht auslassen weil sonst schon zuviel verraten werden könnte. Es ist auf jeden Fall das übliche, einfach gestrickte Muster: Leute werden von anderen Leuten gejagt, die Gejagten verstecken sich und dann kommt es zum Shoot-Down und einer von beiden Parteien (Jäger oder Gejagte) gewinnen.

Der Film ist im Prinzip einfach aufgebaut, von der Logik her eigentlich auch, man darf nicht zu arg drüber nachdenken, dann könnte man vielleicht über das ein oder andere stolpern. Was mir am meisten auffiel: Die Wohnhäuser scheinen dort, wo der Film gedreht wurde, keine Türklingeln zu haben, dauernd wird nur angeklopft. Es ist ein seichter, unterhaltsamer Film der durchaus spannende Momente hat, die man aber schon im Voraus erahnt, man kann sich während des Films, also während sich die Handlung aufbaut, denken, wie es weitergeht und das (einfache, unspektakuläre) Ende ist irgendwie typisch für einen 90er-Jahre US-Low-Budget-Fernsehfilm.

Enttäuscht war ich nicht, fand ihn sogar irgendwie gut, würde ihn mir mal wieder anschauen. 4 von 10 Punkten gebe ich ihm. Hab mir sogar in der Videothek die Cassette für 1 Euro im VHS-Ausverkauf geholt ;-) Auf DVD gibt es ihn ja - noch -nicht (wird´s wahrscheinlich auch nie geben, aber wer weiss).

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