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"Sobald es einen Namen hat entwickelst du Gefühle dafür."

Neben der Welt der Menschen existiert eine Welt mit Monstern. Diese führen ein menschenähnliches Leben, benötigen also unter anderem Strom für den Alltag. Diesen erzeugen sie durch das Erschrecken von Kindern während der Nacht.
James P. Sullivan und sein bester Freund Michael Glotzkowski arbeiten als Schrecker und sind höchst angesehen. Dass der direkte Kontakt mit Kindern sowie Dinge aus der Menschenwelt als giftig gelten schreckt sie ebensowenig ab, wie das immer schwerer werdende Erschrecken. Eines Tages gerät aber ein Kleinkind durch eine Tür von Sullivan und Glotzkowski in die Welt der Monster. Beide versuchen es ungesehen wieder loszuwerden ohne Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

"Die Monster AG" präsentiert garstige Ungeheuer von einer ganz anderen Seite. Flauschige Plüschknäuel und liebenswerte Ungetüme dominieren die Monsterwelt, die unserer sehr ähnlich ist. Die Vermenschlichung von abstrakten Figuren war schon immer eine Besonderheit des Pixar Animation Studio, die sich auch in diesem Film wiederfindet.

Die Handlung von "Die Monster AG" verfährt nach einem bewährten Muster. Die flotte Inszenierung, das innovative Setting und der hohe Anteil an einfallsreichem Witz machen den Animationsfilm jedoch so außergewöhnlich, dass die abgedroschene Geschichte nebensächlich wird.

Zahlreiche schrullige Figuren bestimmen das zentrale Motiv: Monster sind auch nur Menschen oder zumindest menschenähnlich. Während Nebenfiguren eher die Aufgabe haben skurille Situationen auszulösen, sind die Protagonisten überaus charmant und liebenswert dargestellt. Die sich entwickelnden Beziehungen haben genauso viel Potential für Konflikte, wie sie auch Emotionalität bilden. Gerade dies macht "Die Monster AG" ungemein facettenreich.

Der Rahmen um die verrücktesten Figuren bietet die Möglichkeit sich auf bekannte Schauergeschichten zu beziehen. Aber nicht nur darauf basiert der ausgefallene Humor. Parodien auf das Berufsleben gibt es ebenso wie Anspielungen auf die ältere und die neuere Filmgeschichte. Slapstick und Wortwitz runden das große Repertoire ab.

Die Figuren sind nicht nur einfallsreich sondern auch überaus menschlich animiert. Gesichtszüge, Fell und Bewegungen sind das Highlight. Im Kontrast stehen die ab und an recht schlichten Hintergründe. Hier fehlt etwas die Liebe zum Detail.

"Die Monster AG" sprüht vor Kreativität, Einfallsreichtum und Herzlichkeit. Dies verzeiht einen Großteil der nicht sonderlich ausgefallenen Geschichte. Die charmanten Charaktere sind gelungen animiert, der Witz sitzt fast immer. Unterhaltung ist hier für Kinder wie auch Erwachsene gewiss.

9 / 10

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