Apokalyptische Aussie-Allzweckwaffe aus‘m Autokino
Was heißt es gefangen zu sein?
Warum machen wir uns selbst so klein?
„Dead End Drive-In“ ist ein postapokalyptischer Kultreisser irgendwo im Niemandsland,
hier sind nicht nur die Frisuren außer Rand und Band.
Eingesperrt und staatlich unterdrückt in einem Kino für Autos,
diese Revolution ist erschreckend lautlos.
Irgendwo zwischen „Mad Max“, „Brazil“ und „Chillerama“,
pendeln unsere aufgezwungenen Asylanten gefährlich zwischen Kafka und Dahmer.
Die Australier schaffen einen einzigartigen Mikrokosmos aus Öl, Benzin und Staub,
gegen diese akzeptierte Unterdrückung wächst einfach kein Kraut.
Subversiv, clever, stylisch und in seiner Absurdität gar plausibel,
am Ende ein Sprung, auf den Stolz wär selbst der alte Evil Knivel.
Gesellschaftskritik auf coolstem Niveau,
in dieser Welt gibt es größere Probleme als ein dreckiges Klo.
Sozialkritisch und unheimlich prophetisch,
hier gibt es viele Themen für die nächste Runde am Stehtisch.
Hauptsache was zu kauen, coolen Synth-Pop, neue Frisuren und null Verantwortung für nix,
ich würde wie unser Held alles dafür tun, um da rauszukommen, und zwar flix!
Mit dem wohl steilsten Soundtrack, den es nirgends gibt zu kaufen,
und denkt dran: auf dieser Straße ist es verboten zu laufen.
Voller Frust und Unverständnis, voller Machtlosigkeit und in den Fängen des Staats,
da gibt es Schlimmeres, als die Cricketschläger der Hools und der Kraats.
Mit ihrer Lage abgefunden, keine Ambition, keine Träume,
sind unsere Wünsche und Gedanken von einst nur noch blasse Wolken und Schäume?!
Fazit: was für ein wahnsinniger Film! Punk, Postapokalypse, Polizeistaat. Alles drin, alles dran. Kultkino aus dem Känguruland!