Review

Inhalt:

China, vor wohl 100 Jahren. Das Kloster der Shaolin, ein buddhistischer Tempel, dessen Mönche asketisch leben und die Kunst des KungFu erlernen und dann in Vollendung beherrschen.

Zu ihnen gehören Ming Shi (Dean Shek Tien) und Ta Chi (Yen Shi-Kwan). Als im Schlaf-Saal des Klosters Papiere mit pornographischen Darstellungen entdeckt werden, stellt der Abt des Tempels die Mönche zur Rede. Ta Chi nimmt die Schuld auf sich, und wird aus dem Kloster verbannt.

Da ´draußen´, eine völlig andere Welt. Ta Chi gerät in die schmutzigen Geschäfte eines Gangsters, Fan Tsi (Fung Hak-On). Dieser findet Gefallen an den Kampfkünsten von Ta Chi, und will dies gegen seinen Rivalen, Phan (Eddy Ko), nutzen. Die Ganster sind eiskalte Typen, die den Prostitutions-, Drogen- und Glücksspiel-Sektor beherrschen, die durch und durch schlecht sind.

Ta Chi spielt nicht mit. Er stellt sich gegen die Gangster, will das Böse bekämpfen. Erst wird Phan von Ta Chi nach hartem Kampf getötet. Dann kommt es zum gnadenlosen, dramatischen Duell mit Fan Tsi, der zuvor eine junge Frau (Shirley Wong) verschleppte, die sich selbst während des Kampfes entleibt.

Die Verbrecher sind besiegt, Ta Chi eröffnet im Ort eine KungFu-Schule, und ist geachtet. Doch der ehemalige Mönch, vom Kloster verstoßen, wird von seiner Vergangenheit eingeholt...!

Kritik:

Verehrte Leserin, geschätzter Leser..., erlauben Sie mir zunächst eine Anmerkung: Will da jemand meine Reviews hintertreiben? Scheint so, und ich kann darüber mal gerade gequält lächeln, es beeindruckt mich nicht sonderlich, fiel aber auf. Wenn jemandem "das permanente Gekloppe egal ist", sollte man keine Eastern-Filme besprechen. Was kommt als nächstes? Ein Review zu "Ein Hauch von Zen" mit 10/10-Wertung?

Zum vorliegenden Streifen:

Im Jahre 1975 drehte der vornehmliche Eastern-Darsteller Dean Shek Tien als Regisseur diesen interessanten KungFu-Film mit Bezug zum Ursprung des KungFu, dem Kloster der Shaolin.

Es entstand ein kostengünstig wirkender B-Eastern, der aber konzentriert gestaltet ist und mit bleiern-schummrigen Bildern eine so düstere wie gediegene Atmosphäre besitzt. Die Kulissen puristisch-einfach, die Indoor-Ausstattung des Tempels authentisch. Die Story ist interessant und fokussiert erzählt, ein Mönch der Shaolin, verstoßen, und da "draußen" das Böse bekämpfend, sein Shaolin-KungFu dabei natürlich einsetzend. Doch wird er von seiner Vergangenheit eingeholt, was im Finale des Films dann auch einen philosophischen Ansatz bietet. Dazu dann noch kernige, knallharte und in klassischen Techniken gehaltene KungFu-Action ohne akrobatischen Schnickschnack.

Das ist alles soweit gut und interessant gemacht, und "The Kung Fu Monk" ist ein konzentriert-kompakter Vertreter seiner Film-Gattung, ein Eastern für die eingefleischten Fans des Genres.

Zudem ist die Besetzung dieses KungFu-Films ebenso und überraschend interessant: Yen Shi-Kwan ein gestandener Eastern-Darsteller ist hier in der Haupt-Rolle als Mönch der Shaolin, der "draußen" dramatisch-physisch aufräumt, klasse besetzt. Seine Figur gerät in die Machenschaften eines Gangsters, der seine Kampfkünste für sich nutzen will. Mit argwöhnischer Mimik stellt sich Yen Shi-Kwan denn dem entgegen, und wird selbst zum kalten, hart-einsamen Fighter gegen das Böse. Gute Darstellung von Yen Shi-Kwan.

Die Villains, kalt und schlecht in ihrem Wesen. Fung Hak-On und Eddy Ko mit Brutalo-Mimik, sie können natürlich hier überzeugen, spielen ihre fiesen Rollen routiniert. Regisseur Dean Shek Tien spielt selbst mit, ebenfalls wie der Haupt-Charakter in einer Rolle als Mönch der Shaolin. Und zum Schluss ist ihm der Twist vorbehalten, und der philosophische Ansatz, der aber zum Glück nicht so übertrieben ist wie in "Ein Hauch von Zen" (siehe mein Verriss auf dieser Webseite).

Die Damen, Anna Ho als Hure, und Shirley Wong als von Fung Hak-On -im Film- Misshandelte. Sie bleiben natürlich am Rande. Aber schon ziemlich heftig und gut gespielt von Shirley Wong, als sie während des dramatischen Duells Yen Shi-Kwan vs. Fung Hak-On das Messer gegen sich selbst richtet.

Eine Überraschung im Cast: Lau Kar Fei (aka Gordon Liu) in einer stummen, kurzen Statisten-Rolle als Scherge eines der Gangster. Zu dieser Zeit, kurz vor seinem Durchbruch zum MegaStar des Genres im Kult-Eastern "The 36th Chambers of Shaolin", ein etablierter Darsteller der Shaw Brothers den Chang Cheh für seinen "Shaolin-Zyklus" einsetzte, ist sein stumm-kurzer Auftritt hier überraschend.

Auch in diesem Eastern das Wichtigste, die KungFu-Action. Klassische Techniken, knallharte KungFu-Fightaction, konzentriert-kompakt wie der Film selbst. Die Duelle Yen Shi-Kwan vs. Fung Hak-On und Yen Shi-Kwan vs. Eddy Ko sind natürlich die Highlights, dramatisch-eisenhart geht es zur Sache. Auch der finale Fight in überraschender Konstellation bietet Intensität und klassisches KungFu.

"The Kung Fu Monk" bietet dem eingefleischten Eastern-Fan eine kompakt-gefällige Unterhaltung.

7/10.

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