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Mit der Explosion einer Atombombe 2005 in Amerika ist der dritte Weltkrieg ausgebrochen. Mitlerweile schreiben wir das Jahr 2008 und in Amerika wird alles von der Sicherheitsbehörde USIdent kontrolliert. Innerhalb von drei Tagen ändert sich das Leben in Los Angeles komplett. Und scheinbar alls rund um den Niedergang scheint sich um den Schauspieler Boxer Santaros zudrehen. Nach seiner Entführung ist er ohne Gedächtnis in der Wüste wieder erschienen. Nach seinem Auftauchen kümmert sich der Pornostar Krysta Now um ihn. Gleichzeitig sucht der Senator nach ihm, da er mit seiner Tochter verheiratet ist. Ein Umstand den Krystas Freundin ausnutzen will, um mit einem Video den Senator zu erpressen. Und dann ist da noch der Mysteriöse Baron, der mit seinem neuartigen Gezeitenkraftwerk ebenfalls in der Sache verstrickt ist.

Ich bin wirklich kein großer Fan von Filmen, für die man eine eigene Betriebsanleitung benötigt, um überhaupt vage über das Gesehene ein Urteil zu bilden. Solch ein wildes Machwerk legt Donnie Darko Regisseur Richard Kelly mit seinen Southland Tales hin. So etwas ähnliches wie einen roten Faden wird man hier jedenfalls vergeblich suchen.
Irgendwer jedenfalls hat Texas mit einer Atombombe beehrt (dafür sieht die Gegend aber verdächtig aufgeräumt aus), dem Militär geht der Sprit flöten, aber eine deutsche Firma erfindet ein Gerät, das mit Hilfe der Gezeiten Strom generiert und diesen drahtlos übertragen kann. Dazwischen gibts haufenweise lose verknüpfte Geschichten um Neo-Marxisten, einen Boxer hinter dem jeder her ist und einem Porno Starlet mit blödem Namen, um nur die wenigsten zu nennen. Irgendwo läuft auch noch Christopher Lambert als fluchender Waffenhändler umeinander und und und.
das Aufgebot bekannter Namen kann sich jedenfalls sehen lassen. Schade nur das Kelly seine pseudointellektuellen Spielereien nicht unter Kontrolle halten konnt. In der Form ist dieses Potpourri jedenfalls kaum genießbar (auch wenn die Fassung bereits schon einmal umgeschrieben wurde) und mit über zwei Stunden auch einfach zu lang. Nichts gegen experimentelle Ansätze, aber irgendeine Form von Sinn sollte am Ende schon dabei herauskommen.
3/10

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