Alison Blanchard beginnt ihr Medizinstudium in der Gross Anatomie Klasse. Hier begegnen die Lernenden zum ersten mal toten Menschen bzw. Kadavern. Alison und ihre drei Kollegen stehen plötzlich vor einem Kadaver, der mal eine junge Frau gewesen ist und die anscheinend getötet wurde oder sich selbst getötet hat. Schon bald spürt Alison, wie von dem Kadaver eine spezielle Aura aus geht und alle, die in der Nähe des Kadavers sind, schweben in Lebensgefahr…
Unrest beginnt eher wie ein beklemmender Thriller. Krankenhäuser an sich haben ja schon eine eigene unheimliche Atmosphäre, besonders nachts, und speziell die sterile Umgebung der Pathologie sorgen allein schon für ein gutes Grundgerüst für einen zünftigen kleinen Horrorfilm. An der Stelle gleich mal ein Kompliment, die Autopsieszenen sind hervorragend gemacht, Respekt. Überhaupt ist der Film handwerklich von der absolut soliden Abteilung. Aus Horrorsicht dauert es dafür zu lange bis wirklich etwas passiert, irgendwann hat man die beklemmende Atmosphäre abgehakt und wartet bis Story denn mal zu Potte kommt. Bis es denn soweit ist geht Püppchendoktor Alison dem Zuschauer und ihrer Filmumwelt mit ihrem nervigen Geistegeplapper auf den Keks. Überhaupt konnte ich mich mit den Charakteren nicht besonders anfreunden, die Schauspieler sind ebenfalls nicht so dolle und die Handlungen die sie vollziehen kann manchmal einfach nur das Drehbuch nachvollziehen. Ist sie nun medial begabt, sprechen die Geister nur zu ihr oder woher weht der Wind? Die Story wirkt jedenfalls an manchen Stellen ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Außerdem hätte sie gegen Filmende mindestens ein Gerichttermin wegen Beseitung von Beweismaterials am Hals. Die zweite Filmhälfte nimmt dann wenigstens an Fahrt auf und unterstützt von der guten Soundkulisse entwickelt sich so etwas wie Spannung.
So richtig dolle fand ich den Film eigentlich nicht, Zum einmaligen anschauen zwar geeignet, aber kaufen würd ich ihn mir nicht. Wer auf Geisterhorror steht kann mal anderthalb Augen drauf werfen.
4/10