Review

Lümmel, die Vierte. Wieder mit Nietnagel, Direx Taft, Bloch, und dem Knörzerich. Diesmal ohne Uschi Glas, dafür aber mit Peter Alexander als trällernder Aushilfslehrer Peter Bach und Heintje als dessen Ziehsohn. …Oh Gott! Peter Alexander und Heintje zusammen in einem Film – WAAAAAH ! ! ! Wie um Himmels Willen soll das der gesunde Menschenverstand heil überstehen!?!?
Hei, in der Tat ist es eine ziemliche Herausforderung diesen Aufmarsch geballter Glückseeligkeit standzuhalten. Alexander, der shakernde Ösi, und Heintje, dem man jedes Mal, wenn er seine hässliche Visage ins Bild schiebt, am liebsten das Dauergrinsen aus der fiesen Schauze prügeln würde – das ist schon ein Duo infernalischen Ausmaßes. Die beiden juchzen und trällern sich hier einen ab, das glaubt man gar nicht. „Klein sein, das ist schön“ und „Wir zwei versteh’n uns gut“ sind nur zwei der Titel, die hier zum Besten gegeben werden. Ich sag nur: „Heile Welt“-Werte im äußeren Grenzbereich und jenseits jeder Erträglichkeit.

Aber eigentlich geht es ja um Pepe und seine unfolgsamen Kumpels aus der ersten Reihe. Auf dem Stundenplan stehen heute folgende Streiche:
- Pepe friemelt einen losen Faden von Lehrerin Pollhagens Kleid an einen Ventilator – ein netter Einblick auf ihre Rückansicht entsteht
- erst Abführmittel ins Müsli, dann Juckpulver aufs Toilettenpapier
- Peter Alexander untersucht – verkleidet als Obermedizinaldirektor – den gesamten Lehrkörper auf Leib und Nieren

Ja, der vierte Teil der Lümmel-Serie ist schon irgendwie komisch und fällt auch ziemlich aus der Reihe, was jetzt nicht allein an Peter Alexander und Heintje fest gemacht werden kann, wirken beide doch auch im zweiten Teil der Pennäler-Chroniclese mit. Nein, es wird halt sehr viel gesungen, die Streiche der Kids stehen fast ein bisschen im Schatten. Trotzdem aber ist „Hurra, die Schule brennt!“ eine Klamotte, wie man sie heute kaum mehr zu Gesicht bekommt (…Gott sei Dank vielleicht). So schrullig, verschroben und ballaballa, dass alles zu spät ist. Nicht wirklich lustig und auch überhaupt nicht spannend, dafür aber mit hohem Nostalgiewert und viel 70er-Jahre-Feeling ausgestattet.
Wenn du also entweder über 70 Jahre alt oder Guildo-Horn-Fan bist, entweder auf Schlager stehst oder Hardcore-Masochist bist, dann ist der Streifen hier echt voll dein Ding, Baby.

Fazit:
HURRA, MEIN LÜMMEL BRENNT! – So was wie „Schulmädchen-Report“ ohne Sex und mehr schlechter Musik. So krass scheiße und unerträglich, dass er schon wieder gut ist. Irgendwie…

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