„House of wax“ und „Das Kabinett des Prof. Bondi“ basieren auf Michael Curtiz Gruselstreifen von 1933. Erstaunlicherweise sind beide Filme wesentlich spannender und atmosphärischer ausgefallen.
1921 gerät das Londoner Wachsfigurenkabinett des Ivan Igor in Brand, er selbst wird bei dem Vorfall schwer entstellt. 12 Jahre später baut er es in New York wieder auf, doch just zu dieser Zeit verschwinden vermehrt Leichen. Reporterin Florence wittert eine ganz große Story…
Und diese schnodderige Reporterin nimmt leider übermäßig viel Screentime in Anspruch und zerstört mit ihrer kessen Lippe nahezu sämtliche Ansätze, die zuvor durch die Ausstattung des Kabinetts eine brauchbare Atmosphäre verbreiteten.
Zwischenzeitlich befindet man sich eher auf einer Vorstufe zur Billy-Wilder-Komödie, als in einem Wachsfigurenkabinett. Zumindest gibt es in diesem einige schicke Kostüme zu bewundern und ein paar Darsteller, die als Wachsplagiat posieren, sich dabei aber dummerweise leicht bewegen.
Mit der Spannung verhält es sich ähnlich wie mit den atmosphärischen Momenten: Nur zu Beginn, als bei Donner und Regen der dubiose Herr die Kunstwerke abfackelt und gegen Ende, als im Labor die Maske fällt, gibt es ein paar angemessen stimmungsvolle Szenen in dieser äußerst vorhersehbar ablaufenden Geschichte.
Fay Wray darf mal wieder starr gucken und schreien, Glenda Farrell als Reporterin nerven und Lionel Atwill kann immerhin mit grimmigen Blicken überzeugen.
Michael Curtiz konnte es besser, doch hier wurde kein stimmungsvoller Grusel geschaffen, da seine ohnehin schon kurze Laufzeit zu viele komödiantische Züge annimmt.
An dieser Stelle haben sich die Remakes gelohnt, die auf ihre jeweilige Art wesentlich besser unterhalten.
5 von 10 Punkten