Vor ziemlich genau 23 Jahren entstand mal einen Film, der Namen „Cujo“ trägt. Dieser nach einer Vorlage von Stephen King entstandene Horror-Streifen gilt auch bis heute immer noch als eine der besseren King-Verfilmungen. Inhaltlich ging es dabei um einen, durch einen Bienenstich, mutierten Bernhardiner. In der Gegenwart angekommen gibt es in „The Breed“ gleich mehrere jener gefräßigen Tierchen, eine ganze Insel voll um genau zu sein. Dieses mal sind es jedoch unter anderem gute deutsche Schäferhunde, welche den unerwünschten Besuchern das Leben erschweren.
„The Breed“ ist das Erstlingswerk von Regisseur Nicholas Mastandrea. Ihm zur Seite stand dabei als ausführender Produzent neben Hal Sadoff auch Altmeister Wes Craven. Dies alleine ist jedoch noch keinerlei Garantie auf einen Top-Film. Aber das erwartet man von dem Erstlingswerk eines Regisseurs auch gar nicht. Unter diesem Gesichtspunkt kann man „The Breed“ als durchweg gelungen bezeichnen.Die Story an sich ist inzwischen mehr als nur ausgereizt. Ein paar Jugendliche fahren bzw. fliegen auf Insel um dort Urlaub zu machen und stoßen dabei auf einen Heerschar durch Experimente mutierte Hunde...Nicht wirklich einfallsreich, jedoch im großen und ganzen gut in Szene gesetzt. Die Story hat zwar gelegentlich in paar kleinere Lücken, was aber im großen und ganzen eher Belanglos erscheint. Zu einfach gestrickt um Fehler zu machen und im großen und ganzen doch relativ kompakt.
Gut und glaubwürdig, weil auch nicht all zu blutig, sind unter anderem die Verfolgungsjagden. Sie wirken durchaus echt. Ebenso möchte ich dem Film zugute halten, dass er nicht, wie so oft, nur Nachts spielt, sondern doch größtenteils Tagsüber. Dies wiederum sehe ich als gute Leistung was die Inszenierung betrifft.
Die Hunde als eigentlich Bösewichte wirken meiner Meinung nach zu brav, selbst wenn ein blutverschmierter weißer Hund schon was hermacht. Zu wenig aggressiv kommen sie rüber, um wirklich bedrohlich zu wirken. Kein Vergleich zum damaligen blutverschmierten und Alptraumhaften „Cujo“. Die Menschlichen Darsteller bieten im großen und ganzen auch eine akzeptable Vorstellung. Neben Michelle Rodriguez („Resident Evil“, „BloodRayne“) tummeln sich noch Eric Lively, Oliver Hudson, Taryn Manning und Hill Harper auf der von Hunden besetzten Insel.
Unter Umständen hätte mit „The Breed“ ein richtig guter und spannender Film entstehen können, wäre er nicht so übermäßig mit nervenden Klischees vollgestopft. Ständig besoffene Teenager, welche ständig auf der Flucht sind und plötzlich von Angsthasen zu Killer mutieren. Das wirken ja selbst die bissigen Hunde noch normaler. Letztere sind leider viel zu harmlos um dem Film einen gewissen Angstfaktor zu verleihen. Die Krönung des schlechten ist, wie sollte es auch anders sein, der Schluss. Besser man lässt ihn weg und denkt ihn sich, denn dies dürfte wohl keinem, einigermaßen versiertem Genrefan mehr schwer fallen.
Alles in allem kein schlechter, sondern eher ein gewöhnlicher Thriller der einen durchaus zu unterhalten vermag, mal abgesehen vom Finale. Durchaus spannend und Atmosphärisch nicht schlecht, gelingt es ihm jedoch nicht, den Betrachter vollends in seinen Bann zu ziehen.