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Kurz vor einigen anstehenden Klausuren wird der angehende Tierarzt Matt von seinem Bruder John zusammen mit ein paar Freunden auf eine abgelegene Insel kutschiert, wo man ein schnuckeliges Ferien-Haus besitzt. Was die beiden nicht wissen: Auf eben jenem Eiland wurden vor Jahren Experimente an genetisch hochgezüchteten Schäferhunden durchgeführt, welche natürlich aus ihren Zwingern ausbüchsen konnten und die Insel nun als ihr Territorium betrachten. Klar, dass das Wochenende für die Kids nun um einiges aufregender ausfällt, als ursprünglich angenommen, denn die niedlichen Wauwaus sind scharf auf Frischfleisch... Das Tierhorror-Genre ist bei Nicholas Mastandreas "The Breed" mal wieder völlig auf den Hund gekommen, denn ähnlich wie damals in Robert Clouses (wesentlich besserem) "Die Meute" wird hier wieder einmal versucht, des Menschen bestem Freund ein paar unheimliche Facetten abzuringen... was sich hier hauptsächlich in einigen gut gemanagten und recht blutigen Hunde-Angriffen äußert, in denen sich die zotteligen Köter über den Cast hermachen, in dem sich mit Michelle Rodriguez und Taryn Manning zumindest zwei einigermaßen bekannte Gesichter tummeln. Besagte Momente sind dann auch die einsamen Highlights dieses ansonsten völlig belanglosen Direct-to-DVD-Streifens, der wieder mal mit dem Namen Wes Cravens als ausführendem Produzenten hausieren gehen muss, um ein bisschen Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe zu erheischen... und der sich andererseits im Promo-Text auf der Cover-Rückseite fast schon einen abbricht, um zu verschleiern, dass es hier um Killer-HUNDE geht und stattdessen vage etwas von irgendwelchen "Kreaturen" daherfaselt, um das tierliebe deutsche Publikum nicht schon im Vorfeld abzuschrecken. Dass Mastandrea jahrelang bei Craven Regie-Assisten gewesen ist, merkt man dem Filmchen übrigens zu keiner Zeit an, was wohl einfach nur bedeutet, dass der Schüler seinem Mentor bei der Arbeit am Set nicht genau genug über die Schulter geguckt hat, denn die Zeit zwischen den obligatorischen Action-Set-Pieces wird lediglich mit nichtssagendem Geschwafel und ein paar melodramatischen Einschüben aufgefüllt, weswegen sein "The Breed" trotz der gut dressierten Hunde leider nur stinke-langweilig geworden ist. Beziehungs-Stress und Soap-Opera-Kram geben sich da die Klinke in die Hand und nerven mächtig ab und das pyrotechnisch aufgemotzte Finale mit anschließendem Schluss-Schock soll da den Ausgleich schaffen, wo die Handlung ob des fehlenden Spannungs-Bogens zuvor eine Stunde lang mächtig durchgehangen ist. Den hübschen Landschafts-Aufnahmen der bewaldeten Insel-Kulisse haftet derweil nicht wirklich irgendetwas Bedrohliches an und so verbreitet die Chose auch kein Nature-runs-amok-Feeling nach der Manier der Genre-Vertreter der 70er Jahre, denen hier offensichtlich hinterhergehechelt wurde. Na ja...

4/10

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