Review

Knallerverbot


Ein Slasher rund um den Silvesterabend. Ein Killer mit lächerlich-verstellter Stimme (der „New York Ripper“ lässt grüßen!) fährt durch die Staaten und meuchelt scheinbar recht zufällig immer genau rechtzeitig zum Jahreswechsel in den entsprechenden Zeitzonen Frauen ab. Mit einer attraktiven Fernsehmoderatorin einer Silvesterrockmusikshow als finalen Höhepunkt und telefonische Begleiterin...

Der Titel ist bei „New Year's Evil“ Programm und leider auch besser als der sonstige Film. Soundeffekte werden dreist von Jasons Schlitzereien übernommen, die Kills sind wenig zeigefreudig und sehr zahm, der Twist ist schnell verpufft (und wird leider schon in etlichen Inhaltsangaben vorweggenommen) und das Finale ist höchst unspektakulär. Im Grunde ein Slasher nach Zahlen. Minimal und faul. Und dennoch hat er mit all seinen zwischengeschobenen Rocksongs und seiner knalligen 80er-Attitüde durchaus das Zeug eine Zeitreise mit ein paar mild-gruseligen Kills zu sein. Nicht kreativ. Nicht gut. Nicht speziell. Nicht aufsehenerregend oder im Gedächtnis bleibend. Aber er benetzt zumindest die Grundbedürfnisse eines Slasherfans in gröbsten Zügen. Und er hat einige maximal-käsige Rocklieder als Bonus. 

Fazit: kein astreiner Silvesterkracher - aber sicher auch nicht der mieseste Slasher überhaupt. Tolerabel. Ein klar kopierendes und killendes Kind seiner Epoche. Fast eine der süße Zeitkapsel. Kann man sich als Slashersicko schonmal gegen den Ende Dezember geben. Aber eher für angehende Komplettisten. 

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