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Ein junger Archäologe ist überzeugt, dass man das Böse beherrschen kann, wenn man alle Bruchstücke einer Tafel aus dem Besitz des Pharaos Tutanchamun zusammensetzt. Ob dieser Theorie wird er von allen belächelt, nur einer glaubt ihm: sein Intimfeind, der die Weltherrschaft anstrebt. Es beginnt ein Wettlauf der Widersacher um das letzte Bruchstück des Artefakts.
King Tut ist ein TV Zweiteiler, der sehr sehr frei die Geschichte des alten Tut Ench Amun abhandelt. Allerdings sollten ernsthafte Ägyptologen hier mehr als nur die Haare zu Berge stehen, denn die Story ist doch ziemlich wild ausgefallen, wenns um Dimensionstore, einem Dämon namens Seth geht oder gen Ende sogar in so eine Art Hölle teleportiert wird und der olle Tut mal eben wiederbelebt wird um den fiesen Seth erneut ins altägyptische Nirvana zu befördern.
Für einen Fernsehfilm beginnt die ganze Sache erfreulich schwungvoll, die Protagonisten werden eingeführt, ein wenig archäologosiert und man mekrt deutlich das für die Idee der Story überdeutlich Indiana Jones Pate stand. Als Widersacher dient hier ominöser hoher geheimer Rat der mithilfe der Tafelbruchstücke mal eben die Weltherrschaft antreten möchte (wie das funktionieren soll, wenn sie dadurch tödliche Dämonen freisetzten, bleibt allerdings das Geheimnis des Drehbuchs). Etwas gesetzter geht es im Mittelteil zu, die obligatorische Love Story wird abgehandelt und überhaupt gehts doch mitunter etwas zähflüssig zu.
Die Darsteller sind dabei recht brauchbar, mit Malcolm McDowell ist sogar ein Schauspieler aus der A-Liga mit dabei, van Dien spielt recht sympathisch, wenn auch nur als Harrison Ford Sparkopie. Neben der abgedrehten Geschichte fallen auch einige Goofs auf, wie moderne Armbanduhren oder Explosionen die gründlich einen Grabeingang freilegen ohne auch nur sonstige Kratzer zu hinterlassen. Sonst läßt der routinierte Regisseur Mulcahy nicht viel anbrennen, selbst die verwendete CGI sieht gar nicht mal übel aus, da haben die Kollegen im Geiste vom SciFi Channel schon wesentlich schlimmeres auf den Markt geworfen.
Insgesamt ist King Tut ein recht nettes Archäologen Abenteuerchen ohne den ganz großen Tiefgang und mit einem unrealistischen Ablauf, aber sonst ohne große Langweilszenen auch als Zweiteiler genießbar, aber natürlich letztendlich auch keine ernsthafte Konkurrenz für uns Indy.
6/10

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