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Eine Gruppe Teenager lässt auf einem Fest pünktlich zum 4. Juli die Legende um den Fischer wiederauferstehen, weswegen sich einer der Jugendlichen als Fischer verkleidet und auf dem Dach eines Hauses einen fingierten Angriff auf einen Freund startet. Dabei kommt es vor den Augen zahlreicher Zeugen zu einem tödlichen Unfall, den die Jugendlichen nun vertuschen wollen. Doch ein Jahr später meldet sich ein Unbekannter, der von dem tödlichen Unfall erfahren hat, woraufhin die Teenager einer nach dem anderen ermordet werden.

Nach dem ordentlichen "Scream"-Nachfolger "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" und dem dazugehörigen, immer noch mittelmäßigen Sequel "Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast" folgt nun also der dritte Teil der Reihe, von dem man nur hoffen kann, dass es sich um den letzten handelt.

Die Ausgangssituation mit einem tödlichen Unfall, der vertuscht wird, woraufhin ein Jahr später eine Mordserie startet, ist 1:1 identisch mit der des ersten Teils und auch ansonsten könnte man "Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast" im Grunde auch eher als Remake des ersten Teils, denn als Sequel bezeichnen, da hier im Grunde überhaupt nichts Neues geboten wird, bis auf die vollkommen dämliche Wendung, dass der Fischer diesmal auf ein übernatürliches Niveau gezogen wird. Die Charaktere bleiben dabei extrem profillos und entsprechen voll und ganz dem Rollenklischee des Genres.

Regie führte der Debütant Sylvain White, der ein Jahr später mit "Stomp the Yard" erneut einen ziemlich miserablen Film ablieferte und auch diese dillethantische Arbeit strotzt nur so vor Einfallslosigkeit. So wirken manche Szenen nahezu aus dem ersten Teil übernommen, bis zum letzten Schockmoment ist der Film jede Sekunde kalkulierbar und auch visuell wirkt der Film bereits billiger produziert als die beiden Vorgänger. Da das Erzähltempo mitunter ein wenig zäh gehalten ist, ergibt sich so über weite Strecken gähnende Langeweile und dafür können auch die wenigen Gore-Szenen nicht entschädigen. Mehr gibt es über das gebotene Armutszeugnis im Grunde nicht zu sagen.

Der Cast passt perfekt zu diesem eindrucksvollen Beispiel dafür, wie man einen Film im Grunde auf gar keinen Fall machen sollte. So werden hier ausschließlich miese Leistungen geboten, die den Film endgültig zum absoluten cineastischen Bodensatz degradieren. Jennifer Love Hewitt, die im Gegensatz zu ihrer vollkommen unauffälligen Nachfolgerin Brooke Nevin als Scream-Queen voll und ganz überzeugte, wird dabei schmerzlich vermisst.

Fazit:
Die Story ist nichts als ein einfallsloser Verschnitt des ersten Teils und, da auch inszenatorisch schwache Arbeit geleistet wird, während auch die Darsteller auf ganzer Linie versagen, ist "Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast", absoluter filmischer Bodensatz.

10%

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