"Der blutige Pfad Gottes" vom weitgehend unbekannten Regisseur Troy Duffy hat mich in seiner Klasse erstaunt. Auch wenn sich die Story von zwei Rächern "im Namen des Herrn" nicht sehr originell anhört, wurde diese Idee intelligent angelegt und überzeugt durch ihren ironisch-rotzigen Unterton, welcher sich auch in den Dialogen wiederfindet, die sich in ihrer Brillanz durchaus mit denen aus "Pulp Fiction" messen kann. Willem Dafoe spielt seine Rolle als schwuler FBI-Agent einfach genial und seine Wandlung vom Polizisten zum Unterstützer der Selbstjustiz betreibenden "Boondock Saints" wirkt glaubhaft. Natürlich muss man dem Film eine gewisse Stilisierung und Ästhetisierung vorwerfen ( z.B. Zeitlupeneffekte und die Szenen als Willem Dafoe das Geschehen rekonstruiert), diese fallen aber angesichts der Kurzweiligkeit kaum ins Gewicht. Somit ist "Der blutige Pfad Gottes" perfektes, nahezu "göttliches" Entertainment.
Ich vergebe 9 von 10 Punkten.