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Regisseur und Drehbuchautor Troy Duffy schuf mit seinem Erstlingswerk "Der blutige Pfad Gottes" direkt einen atemberaubend guten Actionthriller, der in einigen Kreisen vollkommen zurecht Kultstatus genießt. Willem Dafoe glänzt als schwuler FBI-Agent und liefert in diesem Film die beste Vorstellung seiner Karriere. Großartig ist auch sein erster Auftritt zu Beginn des Films, wo er zu klassischer Musik den ersten Tatort inspiziert. Jede Kameraeinstellung wirkt gekonnt ausgewählt und die Erzählstruktur ist brillant. Immer mehr versetzt sich Agent Smecker in die Rolle des mordenden Bruderpaares. In den meisten Fällen wird dem Zuschauer zunächst der Tatort gezeigt. Durch Smeckers Theorien wird dann der wahre Tathergang geschildert. Ein unglaublich faszinierender Schachzug ist es, Agent Smecker sogar in die actionreichen Aktionen des wahren Tathergangs zu integrieren. Smecker spielt die Aktionen durch, macht die Bewegungen der Täter mit und dem Zuschauer wird dadurch die ungeheure Empathie Smeckers für die Mörder deutlich gemacht. Genial und so zuvor noch nicht gesehen! Aufgrund der dargestellten Brutalität und des Themas der Selbstjustiz, stand der Film in Deutschland anfangs auf dem Index. Für Filmliebhaber ist "Der blutige Pfad Gottes" jedoch ein Fest! - Filmtechnisch und erzählerisch ein brillantes Erstlingswerk mit innovativen Ideen, einer stringent und dennoch nonlinear erzählten Geschichte, starken Darstellern, einer gehörigen Portion Humor, vielen spektakulärer Actionszenen und tollen Dialogen. Kult!

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