INHALT:
Premutos war der erste gefallene Engel (also noch vor Lucifer ). Um Unsterblichkeit zu erlangen hat er ein Buch geschrieben, indem das Geheimnis der Unsterblichkeit niedergeschrieben wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er immer (wie Gott ) durch seinen Sohn wiedergeboren und verwandelte ihn sogleich in ein Zombie. Wurde dieser wiederum getötet, wurde er in einem anderen Zeitalter wiedergeboren.
Soweit zur Hintergrundstory.
Heute irgendwo in Bayern: Der junge Looser Matthias ( Ittenbach himself ) hat immer Visionen von Premutos ( sehr harte Splatterszenen die sich durch alle Zeitepochen ziehen: Von Jesus Kreuzigung, hinüber zum Mittelalter bis schliesslich zum 2.Weltkrieg ), kann sie aber nicht recht verstehen.
Als sein Vater , ein alter Bundeswehrveteran, der ein riesen Waffennarr ist findet beim Umgraben seines Gartenns an seinen Geburtstag das Buch von Premutos. Weil er damit nichts anzufangen weiss schenkt er es Matthias. Währenddessen sein Vater mit seinen Bekannten mit mächtig viel Alk seinen Geburtstag feiert ( der schwarze Gast ist sowas von urkomisch, besonders die Ankotzszene- Göttlich ), liest sich Matthias das Buch los und wie sollte es auch anders geschehen: Er verwandelt sich in den Fürsten der Dunkelheit. Mit seiner Macht Tote wieder zum Leben zu erwecken, reinkarniert er gleich die Toten des Dorfes und macht sich auf die Welt zu erobern , aber einen Fehler hat er gemacht: Er hat auch vor Vaters Geburtstagsparty nicht halt gemacht. Der ist natürlich angepisst ( O-Ton: "Ich lass mir von euch nicht meine Party vermiesen!!"), holt sein Waffenarsenal raus und somit artet die Party in ein Gemtzel aus, das man selten ( vielleicht auch noch nie ) in der Filmgeschichte zu Gesicht bekommen hat........
MEINUNG:
Olaf Ittenbach, der angesehenste Splatterregisseur unseres Landes ( der Ruhm eilte ihn sogar bis in die Staaten vorraus ) schuf 1997, wie ich finde mit Abstand seinen besten Splatterfilm, wenn nicht sogar einen der besten Splatterfilme aller Zeiten. "Premutos" ist zwar immer noch eine Art "Amateurfilm", allerdings stand Ittenbach diesmal ein etwas grösseres Budget von 200000 DM ( !!! ) zur Verfügung. Das wurde natürlich in die Effekte investiert, die alle wirklich gut gelungen sind. Für die Schauspieler blieb natürlich nicht mehr viel Geld übrig, das macht aber nichts, denn die billigen Schauspielkünste der Akteuere ( zu dem auch der Meister selbst gehört ) nerven nicht wie in anderen Amateurproduktionen, sondern haben echtes Kultpotential.
Die Story ist recht gut ausgetüftelt, leider durch die ganzen Rückblenden ein kleines bisschen verwirrend.
Die Atmosphäre des Films ist vor allen am Anfang und in den Rückblenden so was düster und horrorhaft, das man es kaum noch aushalten kann ( besonders die Anfangssequenz in Bayern zur Zeit des 2.Weltkriegs ). Diese löst sich später aber mit so einen genialen Humor auf der Geburtstagsparty ab, das man Tränen vor Lachen vergiessen muss.
Das Hauptaugenmerk liegt natürlich, so wie es bei dem Genre üblich ist auf die Splatterszenen: Und hier werden Köpfe gespalten, Gliedmassen abgetrennt, Leute zerhackt, Innereien verspeist, wie man es in kaum einen Film vorher gesehen hat. Der Bodycount in dem Film beträgt 139 ( steht am Ende ) und war zu dem Zeitpunkt der höchste Bodycount aller Zeiten ( vielleicht heute immer noch, weiss ich nicht ).
Zusammenfassend belibt nur noch zu sagen das Premutos einer der besten Splatterfilme aller Zeiten ist mit einem rabenschwarzen Humor, der nur noch mit "Braindead" zu vergleichen ist.
:arrow: 8/10