Review

Nach „Thelma und Louise“ und unmittelbar vor seinem Kurzauftritt in „True Romance“ entstand mit Hauptdarsteller Brad Pitt „Kalifornia“. Hierbei spielt er neben dem durch „Akte X“ schon fast zur Legende gewordenen David Duchovny sowie Michelle Forbes und Juliette Lewis die Hauptrolle in einem der wohl besten und auch teilweise härtesten Road – Movies.

Auf die Story bzw. den Inhalt muss ich an dieser Stelle wohl nicht näher eingehen. Alleine schon aus dem Grund, da diese doch relativ simpel (aber immer wieder wirkungsvoll) gestrickt ist. Roman-Autor Kessler (D. Duchovny) und seine Geliebte Carrie (M. Forbes) reisen bei den Recherchen zu seinem ersten Roman mit Early (B. Pitt) und Adele (J. Lewis) zu den Tatorten der größten Mörder Amerikas. Zunächst jedoch nichts ahnend dass sich mit Early ein genau solcher mitten unter ihnen befindet.
Der Film beginnt wie so oft relativ Idyllisch, zeigt jedoch gleich zu Beginn wozu Early alles fähig ist. Natürlich weiß der Zuschauer genau was ihn im Laufe der ca. 113 Minuten noch alles erwarten wird. Die Spannung wird dabei gut gesteigert und der Betrachter in seiner Erwartungshaltung auch keinesfalls enttäuscht. Es sind nicht viele Morde, welche Early begeht, aber die Art und Weise, nämlich ohne Skrupel und mit einer Seelenruhe sondersgleichen, wirken dann doch sehr gut auf den Zuschauer.

Die vier Hauptrollen sind mit Brad Pitt, Juliette Lewis, David Duchovny und Michelle Forbes hervorragend besetzt. Brad Pitt nimmt man die Rolle als totalen Assi und Psychopathen einwandfrei ab und liefert hierbei für mich eine seiner besten Leistung in seiner bisherigen Karriere ab. Wenn nicht sogar die beste. Juliette Lewis spielt ihre Rolle ähnliche wie in „Natural Born Killers“ wieder mal einwandfrei. Richtig herrliche wie sie das kleine, liebevolle Dummchen perfekt verkörpert. David Duchovny fehlt lediglich noch der Anzug um wieder als Agent Mulder durchgehen zu können. Trotz allem bringt er mit seiner Rolle doch etwas das Niveau bei diesem außerordentlichen Quartett ins Spiel. Ebenso natürlich wie Michelle Forbes, welche nahezu edel im Vergleich zu dem anderen Part wirkt. Alles in allem eine sehr gut gewählte Besetzung, welche ihre Sache noch besser macht als man zunächst annehmen möchte.

Was den Film aber im Endeffekt, neben den Darstellern, zu etwas besonderem macht ist natürlich auch die gegebene Atmosphäre. Genau diese kommt nämlich sehr gut rüber und findet ein mehr als ansehnliches Finale in einer Atomtestzone in der Wüste. Aber das beste ist einfach die total krankhafte Darstellung von Brad Pitt als Early. Und seine Sprüche von Zeit zu Zeit sind auch wirklich der Brüller, wie z.B. beim Anblick der Nachbarin als er seinem Nachbar zuruft: „Rasier sie mal oder bring ihr das Bellen bei“ *g*

Im großen und ganze ist „Kalifornia“ für mich einer der besten Road – Movies überhaupt. Dies aufgrund der guten Atmosphäre, der großartigen Darsteller – Riege und nicht zuletzt durch seinen kompromisslose und zum Teil richtig schön kranke Machart. Für mich auf jeden Fall neben "Fight Club" der beste Film mit Brad Pitt – da ihm diese Rollen ganz einfach am besten stehen!

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