Von den Kritikern als moderner Klassiker über alle Maßen gelobt, war ich schon gespannt, als ich die DVD von "Kalifornia" in den Player schob. Und wirklich: "Kalifornia" ist große Filmkunst.
Es geht um den Journalisten Brian und seine Freundin Carrie, die ein Buch über Serienkiller schreiben wollen. Aus diesem Grund fahren sie quer durch die USA in Richtung Kalifornia und besuchen die Schauplätze der bekanntesten Morde in der Gegend. Da beide knapp bei Kasse sind, teilen sie sich die Fahrtkosten mit Early Grace und seiner Freundin Adele, die auch unbedingt nach Kalifornien wollen. Was Brian und Carrie nicht wissen, ist, dass Early selbst ein gesuchter Serienkiller ist. Schon bald wird aus Reise ein nicht enden wollender Alptraum...
An erster Stelle muß man den Schauspielern ein großes Lob aussprechen. Allen voran ist es Brad Pitt, der den psychopatischen Killer so überzeugend spielt, dass man meinen könnte, er hätte nie etwas anderes gemacht. Aber auch Juliette Lewis als seine tumbe, naive Freundin ist absolute Weltklasse. Selbst David Duchovny, dem ich bisher nicht so viel abgewinnen konnte, spielt seinen Charakter absolut glaubwürdig.
Der Film fängt ziemlich harmlos an, jedoch wird mit fortlaufender Zeit die Spannungsschraube kräftig angezogen. Zwar weiß der Zuschauer von Beginn an, dass Early ein Mörder ist, aber der Wahnsinn seines Charakters bricht erst im Laufe des Films durch, dann allerdings richtig.
Angenehm auch, dass "Kalifornia" ohne eine übermäßig hohe Anzahl an blutigen Effekten auskommt. Zwar ist das Finale sehr heftig, aber der Film setzt absolut nicht auf plakative Gewalt. Das hätte ihn mit Sicherheit auch ins Lächerliche gezogen.
Insgesamt ein Super Mix aus Road - Movie und Psychothriller, den man gesehen haben sollte.
8/10 Punkte