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Brian (David Duchovny) und Carrie (Michelle Forbes) leben im öden Pittsburgh, er arbeitet als Journalist, sie ist Fotografin. Beide sind letztlich unzufrieden mit ihrer momentanen Situation. Sie, weil ihre (erotischen) Fotografien zu wenig "massenkompatibel" sind, ihre Bemühungen, sie zu veröffentlichen, scheitern allesamt. Brian will ein Buch über Serienmörder schreiben, kommt allerdings nicht so recht voran. Was also tun?

Nix wie raus aus Pittsburgh... und auf nach Kalifornien, ins gelobte Land an der Westküste! Dorthin will Carrie schon lange und Brian willigt ein, die Reise anzutreten. Auf dem Weg wollen sie an Orten Halt machen, an denen Serienmörder ihr Unwesen getrieben haben und Carrie wird Fotos von den Tatorten machen, Brian seine Geschichten dazu entwickeln, inspiriert durch die Nähe zum Geschehenen.

Nun ist es allerdings blöd, wenn man als fahrbaren Untersatz einen Lincoln hat, der auf 100 Meilen 50 Liter schluckt (das waren noch Zeiten!), also muss ein Mitfahrer her, mit dem man sich die Kosten teilen kann. Und es findet sich einer, bzw. finden sich zwei: Early (Brad Pitt) und Adele (Juliette Lewis). Bei Early handelt es sich um einen Serienmörder, eigentlich praktisch, bedenkt man Brians Interesse für eben solche... Fest steht ab diesem Zeitpunkt jedenfalls, dass die Reise alles andere als langweilig werden wird... Brian und Carrie ist von Anfang an bewusst, dass sie sich auf ein Abenteuer mit den beiden einlassen, zu klar wird bereits bei der ersten Begegnung, dass Early und Adele das sind, was man als "weiße Unterschicht" bezeichnet. Dennoch entscheiden sie sich dafür, sie mitzunehmen...

Nun ist es so, dass der Film die sich entwickelnden Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren genau beobachtet und man teils fasziniert, teils beunruhigt die Fahrt durch die USA verfolgt. Es ist ungemein spannend, diesen Road Trip der ganz eigenen Art zu begleiten und den Figuren sehr nah zu kommen. Gut spielen alle vier Hauptdarsteller, aber besonders beeindruckt haben mich Juliette Lewis und Brad Pitt. Sie hauchen diesen beiden "verlorenen Seelen" Leben ein, man vergisst mitunter, dass man einen Film über fiktive Menschen sieht. Unglaublich interessant ist auch die Geschichte, die erzählt wird und die sich immer mehr steigert.
Ein robuster Magen ist an manchen Stellen vonnöten, allerdings ist die gezeigte Gewalt nicht um ihrer selbst Willen eingebaut.

Ein wirklich gelungener Film, den ich ganz dringend empfehlen möchte! Es lohnt sich, diese Reise "mitzumachen" bis zu ihrem Ende...

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