Alle Kurzkommentare


5

Wir schreiben das Jahr 1993. Juliette Lewis ist gerade mal 20 und hatte gerade erst vor einem Jahr ihren Durchbruch in Scorseses CAPE FEAR Remake. David Duchovny spielte vor allem Nebenrollen und war zuletzt in der Erotik-Serie RED SHOE DIARIES zu sehen. Und Brad Pitt war gerade dabei, mit A RIVER RUNS THROUGH IT größere Bekanntheit zu erlangen. 

Das Spielfilmdebut des Musikvideo-Regisseurs Dominic Sena folgte gleich zwei aktuellen Trends der Zeit, dem Serienkillerfilm und dem Tarantino-Thriller, war jedoch nicht der erwartete Hit. 

Auch rund 30 Jahre später beeindrucken vor allem die schauspielerischen Leistungen von Pitt und Lewis, der Film selbst baut mit seiner Prämisse auf viel zu großen Zufällen auf und schafft es auch nur selten, wirklich Spannung zu erzeugen – dafür sind einem dann die beiden Pseudojournalisten mit ihren prätenziösen Off-Kommentaren und artsy Fotos doch zu egal.

8

Ein (Journalisten)Paar möchte ein Buch über Serienkiller schreiben, fährt Richtung Kalifornien & nimmt auf dem Weg ein anderes Paar mit, der Mann von ihr ist aber selber ein Serienkiller... Ein cooles Cabrio, 4 Charaktere & ein spannender Roadtrip! Brad Pitt spielt den Serienkiller herrlich verrückt & bedrohlich, er ist definitiv eine Gefahr! Juliette Lewis spielt sehr dämlich & naiv, aber sie muss ja so in der Rolle sein! Die anderen 2 (David Duchovny & Michelle Forbes) fallen den anderen gegenüber etwas ab in ihrer Leistung. Sie merken nix bzw. sie wird mehr und mehr skeptischer & irgendwann an einer Tankstelle eskaliert die Situation... Sehr cooler Film, dreckige & bedrohliche Atmosphäre, auch wenn mir das Paar, speziell er,  manchmal SEHR naiv vorkommt!

2

Genau wie NATURAL BORN KILLERS wird auch dieser Thriller seinem bloß auf reißerischem Marketing beruhenden Ruf nicht im Entferntesten gerecht, da er uns brauchbare psychologische Erklärungsansätze ebenso vorenthält wie die angepriesene exzessive Gewalt. Die Sightseeing Tour zu den Schauplätzen früherer Verbrechen von Serienmördern wird zum höllisch langweiligen Road Trip, bei dem plötzlich nur noch die Klassenunterschiede zwischen den versnobbten Stadtbewohnern und den einfältigen Hinterwäldlern im Mittelpunkt stehen. Dieser kulturelle Konflikt trieft jedoch förmlich vor übelsten Klischees. Juliette Lewis z.B. spielt die naive Landpomeranze so übertrieben blöd, als wäre diese geistig behindert. Und Publikumsliebling Brad Pitt nimmt man den brutalen Psychopathen auch zu keinem Zeitpunkt ab. Wie kann man solche Stars nur so dermaßen fehlbesetzen?

7

B. Pitt in einer seiner Paradrolle. Man nimmt ihn diesen Psychopaten ab. Ebenso toll besetzt die anderen Mitdarsteller. Die Spannung steigt stetig bis zum Finale. Mitunter war mir der Film allerdings etwas langatmig (in der Mitte) und innerlich ist der Wunsch nach einem "Mach zu jetzt" vielleicht auch durch die gut gemachte Spannung zu erklären.

10

Roadmovie der Extraklasse. Mit Spannung fährt das 50 l Cabrio in den Tod. Die zunehmende Eskalation der Charaktere und der Unterschied zwischen den Klassen hebt diesen Film zu einem spannungsgeladenen Action und Roadmovie. Pitt in einer Paraderolle der schon zum Frühstück sein Bierchen geniesst und auch den anderen Gegebenheiten des Lebens frontal entgegenkommt. Ein Killer der ein großer Serienmörder sein möchte es aber nicht an die Klasse seiner Vorgänger schafft. Auch seine "Mama" spielt diesen Part der superstupiden Nulle einfach spitze und somit höchste Bewertungsklasse 10/10. DVD von MGM ab 18 nur zu empfehlen!

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