Review

„When you’re old, you don’t want to think about the things you didn’t do, you want to think of the things you did do!“ Genau das ist das Motto der Dudesons, welches sie auch ziemlich extatisch ausleben. Die Dudesons bestehen aus den vier Freunden Jarppi, Jukka, Jarno und HP, welches eine Abkürzung für Hannu-Pekka ist. Diese vier Jungs leben zusammen mit ihrem Schwein Britney auf einer Farm in Finnland Nähe des Polarkreises.

Angefangen haben die Dudesons mit selbstgemachten Skateboard und Snowboardvideos Anfang der Neunziger. Diese Videos fanden sehr schnell Anklang bei den Finnen, sodass die vier Freunde im Jahr 2000, nachdem sie die High School abgeschlossen hatten, ihre eigene Produktionsfirma „Rabbit Films“ gründeten. Mit dieser Produktionsfirma realisierten sie ihre erste TV-Show für das Finnische Fernsehen. Die Show wurde „Extreme Duudesonit“ genannt und brachte es auf vier Staffeln. Dieser Show folgten noch mehr TV-Shows und mehrere DVDs, sowie Live-Shows bei Festivals und mehreren Auftritten bei „Viva la Bam“. Der nächste logische Schritt war also, das internationale Publikum für sich zu gewinnen. Dies will man nun mit „The Dudeson Movie“ schaffen.

Der Film selber ist etwas chaotisch gegliedert, da er aber keine wirkliche Story hat, ist das nicht weiter schlimm. Das bis dato letzte Jahr auf der Ranch der Dudesons wird festgehalten und die gefährlichsten und lustigsten Sachen wurden in diesen Film übernommen. Da die Kamera bei den Dudesons sowieso ständig läuft, bleibt auch nichts unbemerkt und kein Streich ist verschwendet. So sieht man beispielsweise sehr viele Sachen, die den typischen Jackass – Humor haben. Dieser wird dann aber auch manchmal deutlich getoppt. Man denke da beispielsweise an die typischen Jackass/Viva la Bam Szenen, wie Bam Margera seinen Vater Phil aus dem Schlaf reißt. Diese Szenen sind nahezu harmlos im Gegensatz zu den Streichen, mit denen die Dudesons ihre Nachtruhe beenden. So wird Jukka mal von einem Schlag mit einem Baseballschläger in seine Weichteile geweckt oder Jarno wird einmal angezündet, als er auf der Couch schläft. Ein einfaches Jackass - Plagiat ist „The Dudesons Movie“ aber nicht, weil einerseits der Humor teilweise viel derber ist und die Dudesons andererseits schon seit den frühen Neunzigern gefährliche und lustige Stunts machen. Zudem hat „The Dudesons Movie“ nicht so viele langatmige und nervige Szenen wie etwa ein Jackass Film, der zwar auch teilweise recht komisch ist, aber streckenweise nicht überzeugen kann.

Die nötige Ruhe findet „The Dudesons Movie“ mit einigen kurzen Naturaufnahmen aus dem schönen Finnland. Diese Momente braucht man auch, damit der Film nicht im kompletten Wahnsinn endet. Zudem werden alle vier Charaktere noch einmal einzeln vorgestellt. So erfährt man zum Beispiel, dass Jarppi der verrückteste der vier ist und auch alles mitmachen würde, solange man ihm nur genug Begeisterung einredet. Er war früher mal gut trainiert und muskulös, aber nachdem er sich eine Fettschicht für die finnischen Winter zugelegt hat, wurde er etwas tollpatschig. Sein Lieblingsmotto ist: „Who needs a thumb anyway?“ Dies kommt daher, dass er seinen Daumen bei einem Wrestlingkampf mit einem Bären verloren hat. Jukka hingegen ist der athletischste und agilste der Freunde. Er ist bekannt dafür, dass er immer nackt herumläuft. Sein großes Idol ist der Knight Rider und daher kommt auch seine Leidenschaft für Autocrash Stunts. Als er 9 Jahre alt war, hat er das Wohnzimmer seiner Eltern mit einer selbstgemachten Bombe in die Luft gejagt und verbrannte sich dabei teilweise das Gesicht. Für die nötigen Ideen sorgt Jarno, der auch meistens für die Kamera und für das Editing verantwortlich ist. Daher kommt auch sein Lieblingsmotto: „Pain is momentary, video is eternal!“. Zudem hat er seinen Haarschnitt Jukka und seinen Feuerspuckfähigkeiten zu verdanken. Ich komme nun zum letzten der vier Freunde: HP. Er ist der beste Snowboarder der Dudesons und hat als einziger eine klare Zukunftsvorstellung: Er will Lehrer an einer High School werden. HP ist der Mann für besonders gefährliche und spektakuläre Stunts. Weil er bei diesen Stunts sehr wenig für die Körperprotektion tut, verletzt er sich auch dementsprechend oft. Er hatte schon mehr Knochenbrüche als alle anderen Dudesons, was es für ihn auch schwer macht, eine Versicherungsfirma zu finden, über die er sich versichern lassen kann. Sein Motto ist: „It doesn’t hurt!“

Abschliessen möchte ich dieses Review mit den Worten von Jackass Steve-O: „When I saw the footage of THE DUDESONS, I realized that I’m not the king of pain anymore!“

7 Punkte

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