Sicherlich eines der besseren Laura Gemser-Sexfilmchen. In ihrer Paraderolle als Reporterin Emanuela löst sie das Lustticket rund um den Planeten, um an zahlreichen Schausplätzchen von San Francsisco bis Hong-Kong direkt und vor Ort zu recherchieren. Dabei kommt sie einem Mädchenhändlerring auf die Schliche, aber auch zu der Erkenntnis, welche unterschiedlichen Sinnesfreuden in den einzelnen Ländern herrschen...
Orgien im Haremstempel, die bizarren Sexspielchen reicher Snobs oder ein lesbisches Rendez-Vous mit Ölmassage: Trash-Mastermind Joe D´Amato vermengt hier endlich wieder gekonnt inszenierte Erotik mit ausschweifender Exploitation, um damit fast schon einen kleinen Mini-Klassiker auf den Markt zu werfen. Die Story ist trotz ihrer Durchschaubarkeit ein einziger Wirrwarr, keine geistige Herausforderung und letztendlich nur Zwischenmaterial, um von einer Sexszene zur nächsten zu springen.
Dabei legte D´Amato zudem viel Wert auf exotische Schauplätze und eine schöne Photographie. Für eine Film dieser Art ist auch "Emanuelle Around the World" sehr aufwändig ausgestattet und kompakt für die breite Leinwand inszeniert worden. Neben Laura Gemser agieren die Kultstars Ivan Rassimov und George Eastman, der als Jesus-hafter Guru bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleibt. Karin Schubert wechselte später vom Mainstream in den Porno, Porno-Legende Paul Thomas darf ebenfalls kurz vorbeischauen.
Gesehen wurde die 88-minütige Fassung. In einer längeren Version gibt es wohl sogar noch ein bisschen HC und einpaar Tabubrüche im besten D´Amato-Stil. Zeitweise flacht der Film leider ein wenig arg in den ereignislosen wie seichten Dramabereich ab, was ihm nicht sonderlich gut tut. Alles in allem sind knappe 7 Punkte dennoch drin.