... Reichsbahn den Auftrag, einen Werbetonfilm zum 100-jährigen Jubiläum der Eisenbahn in Deutschland anzufertigen. Zielke inszenierte daraufhin einen Industriefilm mit Spielhandlung, der in seiner avantgardistisch-experimentellen Machart neue Maßstäbe setzte. Mit Hilfe innovativer Bild- und Tonmontagen schildert er die Geschichte der Dampfmaschinen und ihrer Erfinder, wobei die einzelnen Phasen der technischen Entwicklung mit Szenen aus dem Alltag der Eisenbahner und des Eisenbahnverkehrs verwoben werden. Als funktionstüchtige Requisiten dienten ihm hierbei ein von der Reichsbahn zur Verfügung gestellter "Tonfilm-Sonderzug" und diverse Nachbauten historischer Dampffahrzeuge.
Die dokumentarische Erzählung ist eingebettet in eine Spielhandlung, in der Ingenieur Claaßen (Aribert Mog) als Werkstudent sein Praktikum unter Gleisarbeitern absolviert. In den Arbeitspausen plaudert er über die Geschichte der Eisenbahn, angefangen vom Dampfwagen des Nicholas Cugnot (dargestellt von Max Schreck) über verschiedene andere Erfinder bis hin zur ersten vom deutschen Ingenieur Paul Camille von Denis entwickelten Eisenbahnstrecke mit Dampfbetrieb im Jahre 1835.
Die Reichsbahnführung stufte den Film nach seiner Fertigstellung im Sommer 1935 als nicht zur Aufführung geeignet ein. Tatsächlich hatte man sich einen herkömmlichen Werbefilm erhofft, nicht jedoch ein intellektuell angehauchtes Kunstprodukt, welches das normale Kinopublikum aufgrund seiner experimentellen Machart zu überfordern, wenn nicht gar abzuschrecken drohte.