Review

Luschies gegen Rambos

Don Coscarellis Beitrag zum heutzutage weitestgehend vergessenen, videothekischen Outbackactionstapel und zur von mir liebevoll betitelten „Paintballpanik“ (wo z.B. auch „The Zero Boys“ oder „Gotcha!“ zugehören) - „Survival Quest“, über eine bunte Gruppe an Stadtmenschen, die sich in die wilde Natur begeben um etwas über sich, das Überleben und eben diese zu lernen. Nur um dann mit einer psychopathischen Gruppe von Söldnern (?!) konfrontiert zu werden, die dort ebenfalls „Campen“ und ihnen durch ein Missverständnis an den Kragen wollen…

Gibt es Figuren um die man einigermaßen bangt? Sieht die Natur hübsch und einigermaßen glaubhaft aus? Und ist die Gefahr, egal ob von den Landschaft oder den Menschen ausgehend, einigermaßen spürbar? Das sind alles Qualitätsmerkmale für einen solchen Survivalthriller. Und „Survival Quest“ landet in fast allen dieser Kategorien im grünen Bereich. Nicht allzu weit, nicht auf Referenzniveau in auch nur irgendeiner Kategorie. Aber nirgends unbrauchbar. Ganz und gar nicht. Mulroney und Keener mit Babygesichtern in noch sehr jung. Lance Henriksen hievt solche Videothekenware eh immer deutlich höher. Die Landschaften sind vielseitig und meist menschenfeindlich - egal ob im Busch, im Eis oder im Wald. Eine tolle „Raftingsequenz“ gibt's obendrauf. Und die Machoinvasoren und „Bösen“ kommen erst erstaunlich spät wirklich ins Spiel. Wodurch es dann alles sehr schnell eben kein Spiel mehr ist. Und „Survival Quest“ nicht ganz so generisch wie sein Titel. 

Fazit: Vollkommen passabler Survivalactioner mit Charakterfressen, schönen Landschaften und genug Garstigkeiten um sich festzubeißen. Nicht super gut. Aber gehört definitiv nicht in Vergessenheit! 

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