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Fünf Jugendliche wollen ein Wochenende in der Wildnis verbringen und ein großes Höhlensystem erforschen. Dort angekommen werden sie von Einheimischen belästigt, die, wie sich bald zeigt, eine Vorliebe für Kannibalismus haben. Einer nach dem anderen wird ein Opfer der Menschenfresser, und ihnen bleibt kaum eine Chance, aus dieser Situation zu entkommen.


Ich hatte mich sehr darauf gefreut, mir endlich einmal diesen Film anzusehen, doch nach Sichtung des Werkes bin ich doch etwas ernüchtert, da sich meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt haben. Sicher, im Bezug auf die Härte mag "Hillside Cannibals" durchaus zu überzeugen, schon ziemlich früh wird man mit so einigen wirklich netten SFX konfrontiert, die man schon weitaus schlechter gesehen hat. Gorehounds dürften hier also auf ihre Kosten kommen und zufrieden sein, allerdings beinhaltet der Film dafür doch so einige andere Defizite, die das Filmerlebnis, das man hier geboten bekommt, ein ganzes Stück nach unten drücken.

Sicherlich darf man bei einer Geschichte dieser Art kein cineastisches Meisterwerk erwarten, aber das man auch einen solchen Film auf einem ziemlich hohen Niveau ansiedeln kann, hat man ja beim Remake des Wes Craven Klassikers "The Hills have Eyes" gesehen. Natürlich handelt es sich beim vorliegendem Werk um eine Low Budget Produktion, eine Tatsache, die man keineswegs außer acht lassen sollte, was aber nicht als Entschuldigund dafür dienen darf, das hier so gut wie überhaupt keine Handlung vorhanden ist. Die Story bietet eigentlich keinerlei Substanz oder hat gar filmischen Nährwert. Vielmehr wirkt das Geschehen in vielen Passagen eher willkürlich zusammengeflickt, so das kaum eine Art Handlungsfluss zustande kommt.

So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, das zu keiner Zeit konstante Spannung aufgebaut wird, was dem Ganzen nicht gerade gut tut. Auch atmosphärisch kann der Film nicht so richtig punkten, eine Atmosphäre wie zum Beispiel in Ajas Version von "The Hills have Eyes" kommt noch nicht einmal ansatzweise auf. Es fehjt ganz einfach an bedrohlichen Momenten, beklemmende oder gar unheilvolle Stimmung will nicht so richtig aufkommen, so das der Funke zu keiner Zeit richtig überspringen will. Vieles bleibt eher Stückwerk und einige Passagen wirken aufgesetzt und eher künstlich.

Ein Grund für den eher mittelmäßigen Eindruck, den dieser Film hinterlässt, sind sicher auch die eher untalentierten Darsteller, denen man zwar anmerkt, das sie bemüht sind, einen glaubhaften und authentischen Eibdruck zu hinterlassen, dieses aber in keiner Phase des Filmes wirklich schaffen. Alle wirken ziemlich ausdruckslos und wirken sehr blass, so das man jederzeit das Gefühl hat, sie wahllos austauschen zu können.


Fazit:


"Hillside Cannibals" ist ein Film, der hauptsächlich durch den Härtegrad einigermaßen zu überzeugen weiß. In allen anderen Bereichen gibt es leider zu große Defizite, die auch durch einige gelungene SFX nicht kaschiert werden können. Durch den mangelnden Story-Inhalt wirkt alles manchmal sogar etwas langatmig und zäh, so das der Gesamteindruck, den man hier gewinnt, lediglich im unteren Durchschnittsbereich anzusiedeln ist. Ein Paradebeispiel dafür, das Splatter-und Gore allein noch lange keinen guten Horrorfilm ergeben.


4,5/10

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